: Brandanschläge gegen Asylanten nicht gesteuert?
Mit einem durchschnittlichen Wähleranteil von zehn bis 15 Prozent für rechtsextreme Parteien rechnet Michael Wolf, Leiter der Abteilung Verfassungsschutz des Schleswig- Holsteinischen Innenministeriums, in den kommenden Jahren. Als Gründe für diese Prognose nannte Wolf auf einer Veranstaltung der Jungen Union am Donnerstag abend in Neumünster die Zunahme der Gewaltkriminalität und eine von vielen Bürgern befürchtete Verschlechterung der Wirtschaftslage in Deutschland.
Eine Steuerung der gewalttätigen Angriffe gegen Flüchtlingsheime durch rechtsextreme Gruppen kann Wolf genauso wie der Hamburger Verfassungsschutz-Chef Uhrlau nicht erkennen. Allerdings trügen nationalistische Parteien wie die DVU eine „geistige Mitverantwortung“ für diese Ausschreitungen, da sie „an die niederen Instinkte der Menschen, zu denen auch Gewalt gehört“, appellierten. Die Krawalle bezeichnete Wolf als „Protestwahl der Gewalt“. dpa/mac
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen