Bootsunglück vor türkischer Küste

Fähre rammt Flüchtlingsboot

Vor der türkischen Küste stößt eine Fähre mit einem Schlauchboot zusammen. Mindestens 13 Flüchtlinge sind ertrunken, 13 weitere werden noch vermisst.

Das Ziel war Lesbos (Symbolbild). Foto: reuters

ANKARA afp | Beim Zusammenstoß einer Fähre mit einem Schlauchboot mit 46 Flüchtlingen an Bord sind am Sonntag vor der türkischen Küste mindestens 13 Flüchtlinge ertrunken, 13 weitere werden noch vermisst.

Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Dogan war das Boot auf dem Weg von Canakkale zur griechischen Insel Lesbos. Unter den Toten waren demnach auch vier Kinder. 20 weitere Insassen konnten geborgen werden. Welcher Nationalität die Flüchtlinge waren, blieb zunächst unklar.

Es ist bereits das zweite Unglück in der Ägäis binnen weniger Stunden. Zuvor war ein Boot mit vermutlich 46 Flüchtlingen kurz vor Lesbos in Schwierigkeiten geraten und gesunken. 20 der Passagiere konnten gerettet werden, die restlichen wurden noch vermisst. Unter ihnen sind nach Angaben der griechischen Nachrichtenagentur ANA ebenfalls Kinder.

Am Samstag war bei einem Unglück mit einem Flüchtlingsboot eine fünfjährige Syrerin ertrunken, elf Menschen konnten gerettet werden. Die restlichen der vermutlich mindestens 26 Insassen wurden ebenfalls vermisst.

Seit Monaten versucht eine wachsende Zahl an Flüchtlingen – die meisten aus Syrien -, von der Türkei aus mit dem Boot auf eine der griechischen Inseln überzusetzen. Viele von ihnen erleiden Schiffbruch. Nach Angaben des türkischen Vize-Ministerpräsidenten Numan Kurtulmus vom Freitag sind seit Jahresbeginn mehr als 270 Flüchtlinge vor der türkischen Küste ertrunken, mehr als 53.000 weitere wurden von der türkischen Küstenwache gerettet.

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