piwik no script img

Blutsauger Herbert

Grönemeyer schaut nicht gern in Spiegel

Blutsaugerfoto: dpa

Wir wussten es immer: Herbert Grönemeyer ist ein Untoter. „Grönemeyer sieht sich ungern im Spiegel an“, meldete am Montag die Blutsauger-agentur dpa. Wie der Bochumer Sangeskrächzer der dpa erklärte, habe er zu Hause „keinen Spiegel über seinem Waschbecken“. Angeblich sei er „kein großer Fan seines Spiegelbilds“. Die Wahrheit aber liegt tiefer, und die Zeichen waren schon immer da: So erinnert in seinem „Currywurst“-Hit die rote Sauce an menschliches Blut. Und gemahnt nicht ein weiterer Schlager aus seiner Feder, nämlich „Mensch“, mit der Liedzeile „Wann ist der Mensch ein Mensch?“ an eine schwere Identitätskrise, die jeder unsterbliche Vampir durchmacht, der lieber menschlich sein möchte, um zu lieben und nicht ewig leben zu müssen? Vampire können sich nicht im Spiegel sehen, weil ihnen die Seele fehlt und sie daher in keinen Spiegeln sichtbar sind. Ohne Seele aber keine Menschwerdung. Wie bei Herbert Grönemeyer. Der dicksten Fledermaus ­unter den Deutschrockern. Und wir wissen genau, warum wir ­gegen Grönemeyer immer ein Stück Knoblauch dabeihaben, denn er könnte nach Sonnenuntergang aus seinem Sarg steigen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen