SPECHT DER WOCHE: Bloß nicht ins Krankenhaus
Christian Specht, 47, ist politisch engagiert und unter anderem Mitglied im Behindertenbeirat in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg sowie im Berliner Rat Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet. Wenn er es zulässt, zeigt die taz sein Bild.
Mir ist aufgefallen, dass in Krankenhäusern einiges schief läuft. Ich habe diese Woche im RBB einen Beitrag über eine Frau gesehen, die ein Baby bekommen hat. Weil sich der Arzt nicht richtig die Hände gewaschen hat, wurde die Frau mit Keimen infiziert und ist daran gestorben. Ihr Mann will jetzt dagegen klagen. Ich finde es doof, dass man im Krankenhaus immer so lange warten muss. Nur wenn die Leute wirklich in Gefahr sind, werden sie direkt drangenommen. Die anderen müssen ewig warten oder werden sogar manchmal nach Hause geschickt. Es gibt auch zu wenige Betten, deswegen müssen viele Leute, sobald sie gesund sind, direkt wieder gehen. Früher hätten sie länger bleiben können. Die Ärzte sind einfach überfordert mit den vielen Patienten. Ich habe Angst davor, falsch behandelt zu werden, und hoffe, nie an einen Schlauch zu müssen. Viele Krankenhäuser sind auch nicht so schön.
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