piwik no script img

„Billiges Taktieren“

■ Beckmeyer wehrt sich gegen CDU-Vorwürfe

„Ebenso spektakulär wie überzogen und darüber hinaus unbedacht“ findet Uwe Beckmeyer, Häfensenator und Aufsichtsratsvorsitzender der Bremer Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WFG), die Reaktion des Handelskammer-Syndikus Udo Immermann. Der hatte nach einer kritischen Bemerkung seines Aufsichtsratsvorsitzenden seinen Posten als ehrenamtlicher Geschäftsführer bei der Gesellschaft spontan hingeschmissen. (vgl. taz 20./21.2.)

Beckmeyer wies den Vorwurf der CDU, er habe „versagt“ und seine „Schularbeiten nicht gemacht“, zurück, aber mit der „Lektüre schriftlicher Unterlagen“ gebe er sich zufrieden. „Deshalb habe ich berechtigte Fragen an die Geschäftsleitung gestellt“, insbesondere auch nach dem Stand des Asian Pacific Center, nach der Qualität und Quantität der Nutzung der Büros, nach der Nutzung des Foyers und auch der Konferenzräume, die Bremen noch zwei Jahre lang subventioniert. Daß Immermann seinen WFG-Posten an dieser Stelle der Sitzung niederlegte, sei eine unbedachte Reaktion gewesen, findet Beckmeyer.

Der CDU, die den Vorfall zum Thema der Bürgerschaftssitzung machen wolle, warf Beckmeyer „billiges politisches Taktieren“ vor. Er forderte die CDU auf, zu einem sachlichen Dialog zurückzukehren.

Beckmeyer verwies zugleich darauf, daß der Vetreter der Handelskammer im Aufsichtsrat, Berghöfer, dem Beschluß zur Aufteilung der WFG, der auch am Montag gefaßt worden war, zugestimmt habe. Die einzige Stimme, die dagegen gewesen ist, sei die des CDU-Abgeordneten Schroers gewesen. K.W.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen