piwik no script img

Bewegung im Mercedes-Streik

Berlin (taz) - In den seit drei Wochen andauernden Streik der brasilianischen Mercedes-Arbeiter des Zweigwerks Campinas ist Bewegung gekommen. Einerseits hat das Unternehmen inzwischen Lohnerhöhungen von 20 Prozent angeboten. Andererseits hat sich die Streikbewegung über den Mercedes-Betrieb hinaus ausgeweitet. In Campinas befinden sich inzwischen fünf weitere Betriebe im Streik, um gegen die mit dem Wirtschaftsplan des brasilianischen Präsidenten Collor verbundenen Lohnrestriktionen und Entlassungen zu protestieren. Auch aus anderen Orten der Industrieregion um Sao Paulo werden Streiks gemeldet. Der ursprünglich für den 12. Juni angesetzte Generalstreik wurde von der Gewerkschaft CUT zugunsten einer längerfristigen Mobilisierung abgesagt.

Die Campinas-Arbeiter streiken trotz Lohnerhöhungen weiter, weil die Werksleitung in der letzten Woche 62 Streikende fristlos und ohne Abfindung gefeuert hat.

cs/marke

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen