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Betr.: feuerfluss

Mein Ziel damals wie heute eines politisch engagierten feministischen Weltspiegels. Ich hatte nie die Absicht, die Seite zu wechseln, daher bleibe ich auch in dieser Fossil-Nummer meinen damaligen Grundsätzen treu, Künstlerinnen auf dieser Seite zu präsentieren, die sich in ihrer Arbeit gegen patriarchale Gewalt wenden oder sich weiblichen Suizid zu ihrem künstlerischen Thema wählen.

Penelope Wehrli, „FEUERFLUSS“. Der von ihr verfaßte Text ergänzt hier ihre Arbeit.

Christa Biedermann fehlt, obwohl sie einen Vergewaltigungsprozeß in Italien so künstlerisch- erfolgreich dokumentierte, daß sie gemeinsam mit einer Mailänder Anwältin 15.000 DM erstreiten wollte und konnte.

Heike Ruschmeier fehlt, obwohl die Darstellungen ihrer ermordeten Mädchenkörper nichts an Eindringlichkeit vermissen lassen.

E.L. fehlt, sie will anonym bleiben und hat erfolgreiche Ausstellungen in Berlin und Brandenburg; Sophie v. Behr fehlt nicht. (siehe Seite 26). Sie hatte in der Frauen-taz vom 28.2. 81, von mir aufgefordert, den Text geschrieben „Warum ich mein Kind umbringen würde“, beschlösse er, Soldat zu werden.

Wir dokumentieren diesen Text, verbunden mit den Erfahrungen, die ihr DAMALS – in der Vorkriegszeit – widerfuhren.

Illustriert mit einem Mösen- Kissen von Sheila Perez, M. Oppenheims Pelztäßchen und dem genagelten Bügeleisen von Man Ray.

Es sind nicht viele Frauen, die sich bisher künstlerisch gelungen diesem Thema genähert haben. Sie finden auch sehr schwer Öffentlichkeit.

Ich habe auch nicht alle auffordern können, sich hier zu präsentieren. Annette C. Eckert

(Mitgründerin der taz in Wort und Bild, 1976–83)

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