: Betr.: Aktfotosammlung "Die nackte Republik"
Freitag abend war der in Heinersdorf abgestellte weiße VW-Bus einfach weg – und mit ihm eine einmalige Sammlung privater Aktfotos aus der DDR, die ab heute in Dresden gezeigt werden sollte. Im vergangenen Jahr wurden die Fotos unter dem Titel „Die nackte Republik“ mit großem Erfolg in Berlin, Gera, Halle, Hamburg und Rotterdam gezeigt. „Der Schaden ist nicht zu ermessen, da die Arbeiten vorwiegend aus privater Hand stammen und in der Redaktion kaum Negative vorliegen“, sagt „Magazin“-Chefredakteurin Martina Rellin. Die Zeitschrift „Das Magazin“ war zu DDR-Zeiten das einzige Blatt, das immer auch eine Aktserie druckte. Das Blatt hatte nach der Wende die Leser animiert, ihre Alben zu plündern, um eine Ausstellung zu organisieren. Zusammengekommen waren Momentaufnahmen vom FKK-Strand, aus dem Wohnzimmer, der sogenannten Naßzelle und aus dem Garten. Foto aus dem Katalog
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen