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Bestseller mit Sammlerwert fehlte

■ betr.: "Wer zu spät kommt, den bestraft die Lehre", taz vom 24.4.93

betr.: „Wer zu spät kommt, den bestraft die Lehre“,

taz vom 24.4.93

Es ist eine ausgezeichnete Idee, einmal die Lokalbeststeller in Sachen Uni auf der Seite „Berlin- Kultur“ zu besprechen. Nur der „wahre“ Bestseller mit heute schon enormem Sammlerwert fehlt in Eurem Artikel. Sei es, daß Herr Schurr kein Exemplar mehr bekommen hat oder er tatsächlich in dem „alten“ Westdenken steckengeblieben ist. Es gibt nämlich noch die wunderschöne Humboldt-Uni in Berlin-Mitte (übrigens zum taz-Haus näher als so manche West-Uni). Schade, erwartete man doch von der taz nun gerade, daß sie im Gegensatz zu anderen Berliner Blättern ihren Blick eher gen Osten neigt.

So weit, so schlecht. Mal angenommen, Herr Schurr hat tatsächlich versucht, auch das wunderbare Vorlesungsverzeichnis der Humboldt-Uni käuflich zu erstehen, so mag er ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht haben: Bereits am ersten offiziellen Semestertag gab es in Berlin-Mitte kein einziges Exemplar dieser Lektüre mehr zu kaufen; nicht einmal im Buchladen im Hauptgebäude der Uni. Von Mitte bis Charlottenburg, kurz: von Ost bis West kein einziges Exemplar mehr. Die Uni hatte wohl zu wenig Exemplare drucken lassen. „Gibt's nicht, kommt auch nicht mehr, nicht mal mehr als Bückware“, so die freundliche Antwort eines Buchhändlers.

So wäre zu wünschen, daß einerseits für das Wintersemester mehr Vorlesungsverzeichnisse der HUB gedruckt werden, damit andererseits auch die taz eines kaufen und rezensieren kann. Stefan-Alexander Hoffmann, Berlin

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