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■ Berliner Telegramm"Haltestelle gehört Herrn Müller, nicht aussteigen!"

Stellen Sie sich vor, Sie hören in der U-Bahn: „Nächste Station gehört Herrn Müller, bitte nicht aussteigen!“ Das ist Unsinn, werden Sie sagen. Stimmt! Es gibt aber Straßen wie etwa die Linkstraße, die Schellingstraße und andere Straßen um den Potsdamer Platz, die gehören Debis, sprich Daimler Benz. Sie sind zwar öffentlich zugänglich, aber Privatbesitz. Was hat das für Konsequenzen? Darf beispielsweise das Wachschutzpersonal von Debis unliebsamen Fußgängern einen Platzverweis erteilen, oder können die Straßen einfach mal gesperrt werden? Kritische Beobachter der städtebaulichen Entwicklung wollen dies durch einen „Friedensmarsch gegen die Privatisierung des öffentlichen Raums“ herausfinden. Mal sehen, ob dieser Friedensmarsch und die Route quer durch einige der oben genannten Straßen genehmigt wird. Die Veranstalter verzichten bewußt auf öffentliche Bekanntmachung des Datums und wollen auch keine Transparente. Der Friedensmarsch soll durch die Mund-zu-Mund-Vermittlung eine Kette der Verantwortung für die städtebauliche Entwicklung Berlins auslösen. Daher sei auch hier nur gesagt: Es soll im November passieren. eb

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen