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Berliner Luft

■ Der Volksbühne — und Hans Kresnik — winken Kultur-Millionen

Jetzt ist der Weg nach Berlin frei für Hans Kresnik und sein Tanztheater: Die Berliner Volksbühne, mit der er seit Monaten wg. Umzug verhandelt, die aber bisher seine finanziellen Forderungen nicht erfüllen konnte, ist plötzlich zu Geld gekommen. Die jetzt von Kultursenator Roloff-Momin verkündete Schließung von Schillertheater und Schloßparktheater setzt im Berliner Kulturetat Geld frei, das auch auf die Volksbühne regnen soll.

Fünf Millionen erhält sie mehr, das entspricht in etwa dem Geld, das Kresnik für sein Tanztheater fordert: Er möchte sein Ensemble auf 35 Köpfe vergrößern und einen Etat von 4,5 Mio. haben.

Offiziell wird Hans Kresnik als Bremer Aushängeschild allüberall weinende Augen zurücklassen. Nur der Kulturetat lacht — Kresnik ist nicht nur den Berlinern teuer.

Ein neues Tanztheater könnte man wieder ganz klein fahren, wie gehabt im Concordia-Theater. Ganz gewiefte Etat-Spezialisten denken dagegen noch einen Schritt weiter: Wie wär's, Tanztheater und Concordia zu streichen? Das gäbe Luft!

Burkhard Straßmann

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