: Berlin nicht überfüllen
Zum 23. Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 7. bis 11.Juni in Berlin stattfindet, sind ab sofort keine An- und Nachmeldungen mehr möglich. Bis jetzt haben sich 144.628 Dauerteilnehmer für den Kirchentag an der Spree angemeldet (Oh himmel, hilf. sezza), womit die Kapazitätsgrenze der Kirchentagsstadt Berlin erreicht sein dürfte. Weitere Anmeldungen würden einen von allen Beteiligten gewünschten reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu sehr erschweren, meinten die TeilnehmerInnen (Und wer sorgt sich um den reibungslosen ablauf meines lebens bei diesem massenauflauf? Als ob's hier nicht voll genug ist. sezza). Auch die Unterbringungsmöglichkeiten für Kirchentagsgäste sind erschöpft. In den 366 Berliner Schulen müssen die 93.519 GruppenteilnehmerInnen - zumeist jugendliche Kirchentagsgäste - bereits jetzt enger zusammenrücken. Außerdem fehlen immer noch rund 5.000 kostenlose Privatquartiere, um in erster Linie ältere Kirchentagsbesucher unterzubringen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen