■ beiseite: Berlin intern
Nicht nur über die finanzielle Zukunft des Kinderliteraturhauses wird nächste Woche im Haushaltsausschuß entschieden, auch andere Einrichtungen zittern um ihre Existenz, beispielsweise der Pfefferberg. Finanzsenator Pieroths Plan, dieses soziokulturelle Zentrum nicht mehr zu unterstützen, wurde von den Pfefferberglern verständlicherweise heftig kritisiert. Schließlich habe ja der Kulturausschuß beschlossen, die Einrichtung zu erhalten. Um die dreijährige Arbeit von rund 150 Leuten fortzusetzen, sei ja auch ein drittes Konzept vorgelegt worden, das vorsehe, das Gelände auch gewerblich zu nutzen. 1,6 Millionen Mark bräuchte der Pfefferberg jährlich – und würde 400 Arbeitsplätze bieten. Hierzu hätten wir schon wieder gerne eine Frage: „Warum verspricht eigentlich ständig eine öffentliche Stelle, was die andere nicht halten will?“ Wenn sich nicht mehr als der Peer Gynt im Handgepäck der Kulturbeamten findet, kann man von einer Strukturreform allerdings wirklich nur träumen. Ende der Durchsage.
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