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Beratende Sanierungshilfe

■ Das Projekt „Wohnumwelt Bremen“ kümmert sich ums Bremer Haus

Seit kurzem arbeitet im Gröpelinger Lindenhofviertel eine Projektgruppe „Wohnumwelt Bremen“. Ziele: Verbesserung von Beratung und Abwicklung bei der Gebäudesanierung und mittelfristig die Einrichtung eines städtebaulichen Beratungszentrums. Das betrifft vor allem das „Bremer Haus“.

Hintergrund einer Untersuchung ist das Bestreben, den Bewohnern von Reihenhäusern bauhistorisch-gestalterischen und ökologischen Beistand zu gewähren. Gerade diese Gesichtspunkte sind in der jüngeren Vergangenheit häufig nicht beachtet worden, wie beispielsweise unangepaßte Fassadenverblendungen, Wintergärtenabrisse und Vorgärtenbetonierungen verdeutlichen. Ursächlich für solche „Baujugendsünden“ der Hausbesitzer sind mehrere Faktoren. Um auf Problemlösung hinzuarbeiten, wird das Wohnumweltprojekt zunächst eine empirische Untersuchung zum Reparaturbedarf nach Fehlsanierungen im Bremer Westen durchführen. Zum Herbst 1989 wird ein städtebauliches Kolloquium vorbereitet und als zentrale Veranstaltung zum Jahresende eine Tonbildschau über entsprechende Objekte erstellt. Dazu werden Projektmitarbeiter Interviews und Fotos in Reihenhausquartieren machen.

Im zweiten Jahr sind weitere Schritte vorgesehen: Erarbeitung von neuen Finanzierunsmöglichkeiten in Zusammenhang mit verbessertem Sanierungsverlauf, Vorbereitung eines städtebaulichen Informationszentrums sowie die Erarbeitung eines Ausbildungs-und Beschäftigungskonzeptes für SanierungsfachhandwerkerInnen.

Mit den Arbeitsergebnissen des ersten Projektjahres könnte u.a. belegt werden, daß entsprechende (Re-) Modernisierungen, Instandsetzungen zur Substanzerhaltung und ökologische Nachbesserungen auch einen nicht unerheblichen Beschäftigungs-und somit sozialen Effekt hätten.

Das Projekt Wohnumwelt Bremen befindet sich in der Trägerschaft des Vereins Planungswerkstatt e.V., der u.a. in der Planung und Betreuung von Bauprojekten tätig ist, die für und unter Mithilfe von sozial Benachteiligten durchgeführt werden. Als Beispiele seien ein Jugendwohnprojekt im Buntentor und der Ausbau der Kulturwerkstatt in der alten Neustadt genannt. Die „Wohnumweltgruppe“ ist an Kontakten zu HausbesitzerInnen, MieterInnen, Initiativen, Verbänden u.ä. interessiert, die ihrerseits Interesse am Projekt und seinen Zielsetzungen haben. Anschrift: Planungswerkstatt für sozialpädagogisch betreute Wohnprojekte e.V., Wohnumwelt Bremen, Schweidnitzer Str. 13-19, 28OO Bremen 21, Tel. O421/611O92.

Selbstdarstellungen von Initiativen und Projekten bitte an taz-Bremen, Am Dobben 123, 28 Bremen 1.

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