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Behinderte und Busfahren

„Ein- und Aussteigen üben, bis es klappt“: Unter diesem Motto haben zum Teil vergeblich haben am Samstag nachmittag RollstuhlfahrerInnen zum Teil vergeblich versucht, in einen Bus der Linie 74 einzusteigen. Mit dem ungewöhnlichen Praxistest am Stuttgarter Platz wollten sie beweisen, daß selbst in den angeblich behinderten-gerechten Busse der BVG oft ein Einstieg nicht möglich ist. Auf der Linie 74 werden im Rahmen eines Langzeitversuchs acht solcher Busse mit verschiedenen Einstiegsmodellen getestet. Da diese im Fahrplan nicht besonders gekennzeichnet sind, heißt es für die Behinderten oftmals „Bitte warten“. In die „normalen“ Busse kommen die RollstuhlfahrerInnen aus verschiedensten Gründen oft nicht rein: mal ist die Mittelstange beim Einstieg im Weg, mal ist der Abstand zwischen Bordsteinkante und Busplattform zu groß. Die anderen Fahrgäste und auch die Busfahrer reagieren oftmals ungehalten auf Verzögerungen, die durch Einstiegsversuche von RollstuhlfahrerInnen entstehen können. Nach den Erfahrungen der Behinderten ist daher der „Omnibus für alle“ nur durch die Ausstattung sämtlicher Busse mit Hebeplattformen möglich. Die auf die jeweilige Bordsteinhöhe absenkbaren Plattformen sollen bevorzugt an der Vordertür angebracht werden. Die RollstuhlfahrerInnen fordern, daß alle neuen BVG-Busse mit solchen Plattformen ausgestattet werden.

-guth/Foto: Thilo Rückeis

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