■ Balsam-Pleite: Politik unter Druck
Bonn (dpa) – Die Milliarden- Pleite des Sportbodenherstellers Balsam AG zieht jetzt weitere Kreise bis in die Bundesregierung. Strafrechtlich frühzeitige Ermittlungen, die den privaten Gläubigern die mehr als zwei Milliarden Mark Verluste erspart hätten, sind nach Angaben des FDP-Politikers Hirsch durch das Vorgehen der obersten Finanzbehörden vereitelt worden. Sie hätten nur fiskalische Interessen befriedigt. In einem Brief fordert Hirsch Bundesfinanzminister Waigel (CSU) auf, dem nordrhein-westfälischen Finanzminister Heinz Schleußer (SPD) eine Aussagegenehmigung zu erteilen. Dieser solle sich dann zu dem Fall äußern.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen