: BVG zum Nulltarif
Auf wenig Verständnis innerhalb der Fraktion der Alternativen Liste stößt die geplante Verteuerung des Schwarzfahrens durch die BVG. Deren sozialpolitischer Sprecher Michael Haberkorn bezeichnete die Erhöhung des „Strafgeldes“ für Schwarzfahrer von 40 auf 60 Mark als „unsinnig“. So bewege man niemanden zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr. Nach Ansicht der AL sei die einzig zulässige Antwort auf das Schwarzfahren der Nulltarif. Haberkorn konstatierte, daß tarifliche Verbesserungen für Sozialhilfeempfänger und Studenten das Schwarzfahren zunehmend überflüssig machten. Doch gebe es eine Gruppe von Menschen, die von sozialpolitischen Maßnahmen nicht erreicht würden. Für diese sei eine Nachbesserung der BVG -Preispolitik unerläßlich. Haberkorn wies des weiteren daraufhin, daß wiederholte „Transporterschleichung“ nach wie vor kriminalisiert werde.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen