■ BOSNIEN NACH REFERENDUM: Schüsse auf Friedensdemonstration
Sarajevo (taz) — Panik brach am späten Montag abend in der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina aus. Etwa tausend Friedensdemonstranten hatten sich in der Altstadt von Sarajevo eingefunden, als eine Gruppe von Serben aus Maschinenpistolen in die Menge schoß. Mindestens drei Demonstranten wurden schwer verletzt. Kurz danach schon räumten die Serben ihre Barrikaden in der Hauptstadt. Die von Alija Izetbegovic, einem Angehörigen der moslemischen Volksgruppe, geführte Regierung hatte den Forderungen der serbischen Partei zum Teil stattgegeben und auf die Proklamation der Unabhängigkeit der Republik von Jugoslawien vorerst verzichtet. SEITE 10
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen