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„Ausverkauf der DDR-Medien“ beklagt

Recklinghausen (dpa) - „Der Ausverkauf der DDR-Medien ist in vollem Gange.“ Diese Meinung vertrat der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Dr. Hermann Meyn, vor über 200 Journalisten aus Nordrhein-Westfalen in Recklinghausen. Die bundesdeutschen Verleger „haben die Initiative zu Investitionen ergriffen und reisen nun mit vollen Schatullen“ durch die DDR. Dort greife die Angst um sich, „daß die DDR keine soziale, sondern eine brutale Marktwirtschaft bekommt“. Er warf den Medienmanagern vor, ihr Handeln erinnere an die Eroberungen spanischer Konquistadoren.

In den Redaktionsstuben zwischen Oder und Elbe machten sich Zukunftsängste und Orientierungslosigkeit breit. Daher müßten die DDR-Journalisten, die im Augenblick den westlichen Eroberungsversuchen eines lukrativen Marktes ratlos gegenüberstünden, Hilfe von ihren westlichen Kollegen bekommen.

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