: Attentat lange geplant
Der finnische Selbstmordattentäter hatte über seinen Plan geredet. Rolle der Chatroom-Bekanntschaft unklar
HELSINKI dpa ■ Der 19 Jahre alte finnische Selbstmordattentäter hat seinen Anschlag auf ein Einkaufszentrum bei Helsinki, bei dem sieben Menschen starben, anscheinend lange im Voraus geplant. Nach Angaben der Zeitung Ilta-Sanomat von gestern verfügt die Polizei über entsprechende Aussagen eines 20 Jahre alten Bekannten des mutmaßlichen Täters Petri Gerdt.
Der Mann bestätigte dem Blatt auch, dass der Chemiestudent schon vor einem Jahr die Sprengung einer Bombe in einer großen Menschenmenge angekündigt hatte. Der Attentäter war bei dem Anschlag in dem von mehr als 1.000 Menschen besuchten Myyrmanni-Center in Vantaa nördlich von Helsinki selbst ums Leben gekommen.
Unklar blieb am Mittwoch die Rolle eines am Vortag festgenommenen 17-jährigen Gymnasiasten, der mit Gerdt und anderen an einem Chatforum im Internet über den Bau von Bomben beteiligt war.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen