: Asil Nadirs "Polly Peck"-Imperium, das unter anderem ...
Asil Nadirs „Polly Peck“-Imperium, das unter anderem den Elektronikmulti Sansui einschloß (im Hintergrund Sansui-Chef Ryosuke Ito), ist in einer der spektakulärsten Pleiten der Nachkriegsgeschichte zusammengekracht. Nadirs Sturz begann mit dem Verdacht, er habe den Aktienkurs des Konzerns manipuliert. Nach einer Razzia des britischen Dezernats für schweren Wirtschaftsbetrug im September stießen die Banken ihre „Polly Peck“-Aktien wie heiße Ware ab (siehe die beiden Berichte). Letzten Dienstag rückte das Betrugsdezernat zum zweiten Mal an — es steht unter Beweiszwang. Auch das Ministerium für Handel und Industrie steht unter wachsendem Druck, die Rolle der Banken und Wirtschaftsprüfer beim Zusammenbruch des Konzerns in einem Untersuchungsausschuß zu beleuchten. Ein Tory drängte: „Wie kann man es ertragen, daß ein Unternehmen innerhalb weniger Monate durch Berichte und Analysen aufgebaut wird und dann plötzlich zusammenkracht? Es geht um die Wiederherstellung von Vertrauen, vor allem in das Bemühen der Regierung um einen populären Kapitalismus.“ Foto: Reuters
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen