KRISE Europäisches Gericht verneint Staatshaftung nach „Icesave“-Pleite. Islands Steuerzahler müssen nun nicht für Einlagen der Pleitebanken geradestehen, britische und niederländische Anleger leiden
Islands Expremier Haarde wird für seine mangelhafte Informations-politik vor dem Finanzcrash 2008 nicht bestraft. Das Verfahren vor einem Sondergericht endete glimpflich.
FINANZKRISE Die Regierung einigt sich mit Großbritannien und den Niederlanden auf eine Zahlung der Einlagen bankrotter Banken. Die Opposition kritisiert „Erpressung“ durch EU
Das früh von der Krise getroffene Land rekonstruiert sein Bankensystem. Die Auslandsschulden der alten Finanzinstitute kommen den Steuerzahlern teuer zu stehen.
Die Währung stabilisiert sich, die Inflation sinkt, die Arbeitslosenrate auch - Island erholt sich. Der Grund: Fisch ist gefragt, der Wert des Fangs ist um knapp 30 Prozent gestiegen.
Unter Druck wegen der schweren Finanzkrise sucht die isländische Regierung Schutz in der EU - und möglichst beim Euro. Die EU will Island willkommen heißen. Der Weg für Hilfskredite ist inzwischen frei.
Isländische Politiker und Banker werfen Hedgefonds vor, negative Gerüchte über das Währungs- und Finanzsystem zu verbreiten, um von deren aktueller Krise zu profitieren.