Das Bundesverwaltungsgericht rügt ungenügende Planungen bei der Elbvertiefung. Kläger und Beklagte setzen nun auf die Weisheit der Richter - und warten.
HAFENKONKURRENZ Die Elbvertiefung sei sinnvoll, sagt Burkhard Lemper, Direktor am Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik. Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven könne den Hamburger Hafen nicht ersetzen, auch wenn dieser mit steigenden Kosten kämpft
KANDIDAT Cuxhaven an der Elbmündung wäre zweimal beinahe zum Standort für einen Tiefwasserhafen geworden: vor zwölf Jahren, als die Stadt das Bewerbungsverfahren gegen Wilhelmshaven verlor. Und in den Sechzigern, als die Hamburger Politik von einem Vorposten für ihren Hafen im Wattenmeer träumte. In beiden Fällen sähe die Diskussion um die Elbvertiefung anders aus
CONTRA Manfred Braasch, Geschäftsführer des BUND Hamburg, hat gegen die Elbvertiefung geklagt. Seiner Meinung nach ist sie ökonomisch überflüssig und für die Elbe als Ökosystem bedrohlich
Statt Sanierungsmaßnahmen vereinbart die Lenkungsgruppe Ems, bis Jahresende einen Masterplan auszuhandeln. Umweltverbände verzichten auf Klagen gegen Stauungen.
UMWELT Cuxhaven bietet als neunter deutscher Hafen die kostenlose Entsorgung aus dem Meer gefischten Mülls an. Kooperation des Landes mit dem Nabu und den Fischern
INFRASTRUKTUR Der Jade-Weser-Port lässt Gärreste aus Biogasanlagen auf seinen Brachen verteilen. Der Dünger soll Gras wachsen lassen über den ruhenden Tiefwasserhafen
JADE-WESER-PORT Kaum Container und Kurzarbeit: Weitere Lohneinbußen und Personalabbau drohen. Die letzte Hoffnung in Wilhelmshaven richtet sich auf möglichen Asienverkehr im Herbst