Premiere „Böses Glück“ in der Volksbühne Die Kindfrau sitzt schweigend da In „Böses Glück/Cult of the Daughter“ fällt Regisseur Benny Claessens zu den Werken von Tove Ditlevsen und Olga Ravn bloß unemanzipativer Klamauk ein. Von Anna Fastabend 1.3.2026
„Kinder der Sonne“ im Berliner Ensemble Klassenfragen über den Körper verhandeln Laura Linnenbaum inszeniert „Kinder der Sonne“ von Jakob Nolte nach Maxim Gorki am Berliner Ensemble. Heraus kommt eine dichte Milieustudie auf schwarzem Asphalt. Von Hilka Dirks 25.2.2026
Theatermacherin über Barrierefreiheit „Erinnerungskultur wird geformt von denen, auf die gehört wird“ Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur, Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost. Interview von Lilli Braun 19.2.2026
Zweimal „Blind“ von Lot Vekemans Wegen Familie und so Leonie Rebentisch inszeniert „Blind“ von Lot Vekemans in Hannover, Judith Jungk in Osnabrück. Die Ambivalenz des Kammerspiels loten sie unterschiedlich aus. Von Jens Fischer 10.2.2026
Tschechow am Staatstheater Darmstadt Gefangen in Lethargie und Einsamkeit Im Staatstheater Darmstadt widmet sich Regisseur Philipp Preuss Tschechows „Kirschgarten“. Erst im zweiten Teil nimmt seine Inszenierung Fahrt auf. Von Shirin Sojitrawalla 9.2.2026
Thalheimer inszeniert „Salome“ in Berlin Man will das Blut doch sehen Michael Thalheimer inszeniert „Salome“ von Einar Schleef nach Oscar Wilde an der Berliner Schaubühne und überlässt ikonische Momente der Imagination. Von Hilka Dirks 8.2.2026
„Publikumsbeschimpfung“ in Frankfurt Von Bratzen und Glotzaugen In Peter Handkes Stück „Publikumsbeschimpfung“ ist nichts normal. Derart furios und geistreich wie am Schauspiel Frankfurt erlebt man Theater selten. Von Björn Hayer 26.1.2026
„Ukrainomania“ am Wiener Volkstheater Glotzt nicht so neutral In seiner Revue „Ukrainomania“ am Wiener Volkstheater sucht Jan-Christoph Gockel nach Joseph Roth. Dabei findet er ungebrochenen Überlebenswillen. Von Uwe Mattheiß 18.1.2026
Ausstellung über DDR-Theatergeschichte Vorhänge, die sich nie öffneten DDR-Geschichte in Stücken und Lücken: Eine Ausstellung der Ernst-Busch-Schauspielschule erinnert an Dramen, deren Premieren verboten wurde. Von Esther Slevogt 4.1.2026
Schmerzhafter Wozzeck zum 100. Die brutale Logik der kapitalistischen Moderne Zur Uraufführung 1925 gab es antisemitische Anfeindungen: Nach 100 Jahren ist Alban Bergs Oper „Wozzeck“ erneut an der Berliner Staatsoper zu erleben. Von Konrad Muschick 16.12.2025
Toni-Morrison-Inszenierung in München Vielfalt jenseits aller Zuschreibungen Toni Morrisons Erzählung „Rezitativ“ fokussiert Rassismus jenseits aller Diskriminierungsklischees. Miriam Ibrahimis Münchner Inszenierung überzeugt. Von Björn Hayer 18.12.2025
„Porneia“ in Hamburg Mit Tradwifes auf Fickmission Statt ihre Dissertation über Femizide zu schreiben, landet Melli im Olymp: Das Stück „Porneia“ überschreibt sehr lose Aristophanes’ „Lysistrata“. Von Katrin Ullmann 10.12.2025
Yael Ronen an der Berliner Schaubühne Halluzinationen als kultureller Zustand Yael Ronens „Sabotage“ an der Berliner Schaubühne ist eine überdrehte Gesellschaftsanalyse des deutschen Umgangs mit Juden, Israel und Gaza. Von Luca Klander 9.12.2025
Theateradaption von „Das Lehrerzimmer“ Paukerdämmerung Das Nationaltheater Mannheim versucht sich an einer Übertragung des Riesenerfolgs von İlker Çataks Film „Das Lehrerzimmer“ auf die Bühne. Von Sabine Leucht 8.12.2025
SciFi-Essay als Schauspiel Das Universum antwortet nicht Zukunft mit großem Aschenbecher: Das Deutsche Theater Berlin zeigt Stanisław Lems Essay „Eine Minute der Menschheit“. Von Katja Kollmann 2.12.2025
Künstliche Intelligenz am Theater Revolution? Ohne uns Mateja Meded hat in Stuttgart Thomas Köcks Dystopie „KI essen seele auf“ inszeniert. Die Technikskepsis teilt die mit anderen Zukunftsschauspielen. Von Björn Hayer 2.12.2025
Theaterstück nach Kae Tempest Illustration durch die Hintertür Am Deutschen Theater Berlin inszeniert Sebastian Nübling „Let them eat Chaos“ als Stationendrama. Der Drive des Originals leidet etwas. Von Eva Behrendt 30.11.2025
Theaterstück zu Mutterschaft Bis der Bauch sich endlich wölbt Das Schauspiel Hannover erzählt in „Die Tage der Hyäne“ von einer Frau, die um jeden Preis Mutter werden möchte. Autorin Sara Turuunen führt auch Regie. Von Jens Fischer 19.11.2025
Amir Gudarzi-Roman in Wien inszeniert In einem Meer aus Styropor versinken Am Schauspielhaus Wien inszeniert Sara Ostertag den Roman „Das Ende ist nah“. Es geht um sexualisierte Gewalt in Iran, Flucht, Rassismus und Ankommen. Von Andreas Fanizadeh 17.11.2025
Eindrücke vom 33. „Open Mike“ Berlin Bloß nicht die Finger verbrennen! Neues vom Sparzwang, der auch das Literaturfestival Open Mike erfasst hat. Am Wochenende ist es im Berliner Silent Green über die Bühne gegangen. Von Yannic Walter 9.11.2025