Profil für die Provinz ■ Kommt Kopie des Hannah-Arendt-Nachlasses an die Uni Oldenburg? / Hunte-Stadt wäre dann die „europäische Filiale“ der internationalen Hannah-Arendt-Forschung Von Eva Tenzer Ausgabe vom 18.11.1998, Seite , Schlagseite
Ein-Mann-Unternehmen im Dienste der Erkenntnis ■ Mit Niklas Luhmann ist einer der bedeutendsten deutschen Gesellschaftswissenschaftler der Nachkriegszeit gestorben. Der Bielefelder Systemtheoretiker, der sich nie wettkämpferischen Debatten verpflichtet fühlte, beanspruchte, alle gesellschaftlichen Bereiche abzudecken Von Harry Nutt Ausgabe vom 12.11.1998, Seite 3, Tagesthema Download (PDF)
Der Soziologe als letzter Universalist ■ Niklas Luhmann, der nach seinem Jurastudium zunächst als Verwaltungsbeamter tätig war, kam eher zufällig zur Soziologie. Seine steile wissenschaftliche Karriere startete er als Quereinsteiger Von Jörg Magenau Ausgabe vom 12.11.1998, Seite 3, Tagesthema Download (PDF)
Abwesenheit ist manchmal unerträglich Es gibt kein richtiges Sterben im gerichteten Leben: Der britische Ethnologe Nigel Barley untersucht weltweit Todesriten mit europäisch enzyklopädischer Sammelleidenschaft und mit dem Thema angemessener Ironie. Das Ergebnis liest sich wie ein Roman ■ Von Erhard Schütz Von Erhard Schütz Ausgabe vom 22.10.1998, Seite 18, Kultur Download (PDF)
Büro für Frieden Das Hamburger Institut für Sozialforschung diskutiert „Das Echo des 30jährigen Krieges“ ■ Von Joachim Dicks Von Joachim Dicks Ausgabe vom 21.10.1998, Seite 23, Kultur Download (PDF)
Chance Romantik Der poetische Staat und seine dynamische Stabilität: Romantische Sehnsüchte der Deutschen nach dem Mauerfall und dem Verlust des schlechteren Spiegelbilds ■ Von Dirk Baecker Von Dirk Baecker Ausgabe vom 19.10.1998, Seite 15, Kultur Download (PDF)
Spirituell gegen Globalisierung Bremen zelebriert einen Kongreß neun Typs. Hausfrauen, Zukunftsforscher und Zenmönche diskutieren über Finanzmärkte und Blasenbeschwerden ■ Aus Bremen Barbara Kern Von Barbara Kern Ausgabe vom 12.10.1998, Seite 14, Bildung Download (PDF)
Bastler bei der Arbeit Die Überlebenden und die Überflüssigen: Die Soziologie trägt heute Bindestrich und hat sich in der Dauerkrise eingerichtet. Ein Bericht vom Soziologentag in Freiburg ■ Von Elke Buhr Von Elke Buhr Ausgabe vom 21.9.1998, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Widerstreitende Gefühle Mimik und Gefühlsausdrücke sind universell. Alle Menschen lächeln, wenn sie glücklich sind, und sie verziehen die Mundwinkel, wenn sie traurig sind. Eine fast verschollene Schrift des Begründers der Evolutionstheorie, Charles Darwin, läßt den alten Streit wieder aufflammen, ob Gefühlsausdrücke erlernt oder angeboren sind ■ Von Peter Tautfest Von Peter Tautfest Ausgabe vom 12.9.1998, Seite , Wissenschaft
Migration für das Ansehen Deutschlands In ihrem unveröffentlichten Bericht empfiehlt die Bundestags-Enquetekommission „Demographischer Wandel“ eine Neuorientierung gegenüber Migranten. Dies stärke auch das internationale Ansehen ■ Aus Berlin Eberhard Seidel-Pielen Von Eberhard Seidel-Pielen Ausgabe vom 10.9.1998, Seite 6, Inland Download (PDF)
„Ich habe mich schon sehr geärgert“ ■ Gert Wagner von der Bonner Enquetekommission über die Ohnmacht der Sachverständigen Von Kerstin Willers Ausgabe vom 8.9.1998, Seite 6, Inland Download (PDF)
Abschied von der Erwerbsarbeit Unsere Gesellschaft befindet sich nicht in einer Krise, behauptet der französische Sozialwissenschaftler André Gorz, sondern an einer Zeitenwende, dem Beginn einer immateriellen Wirtschaft, in welcher die bisher bekannten Gesetze nicht mehr gelten. Ein Interview ■ von Charling Tao und Thomas Schaffroth Von Carling Tao/T. Schaffroth Ausgabe vom 29.8.1998, Seite , Hintergrund
Risiken der Wissenschaft „Bioethik“ fragt danach, ob alles, was wissenschaftlich machbar ist, auch ethisch vertretbar sein kann. In Deutschland soll diese Disziplin systematisch etabliert werden. Dafür haben Forschungsminister Jürgen Rüttgers und die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine Initiative gestartet. Finanziert wird diese mit Steuern, dabei hat das Parlament seinen Segen noch nicht gegeben. Ein Bericht ■ von Klaus-Peter Görlitzer Von Klaus-Peter Görlitzer Ausgabe vom 22.8.1998, Seite , Wissenschaft
■ Cash & Crash Warum Börsianer die besseren Wahlforscher sind Von Gerhard Weinreich Ausgabe vom 19.8.1998, Seite 9, Wirtschaft und Umwelt Download (PDF)
Restaurierte Konfliktphase Eine lange Phase der Kränkung. Die fetten Jahre der Kultur während der Ära Kohl – und warum sie die neuen Kulturpolitiker um Verleger Naumann als Dürre empfinden ■ Von Harry Nutt Von Harry Nutt Ausgabe vom 15.8.1998, Seite 10, Kultur Download (PDF)
■ Vorlesungskritik Streit der Gerechten Von Ralph Bollmann Ausgabe vom 24.6.1998, Seite 15, Bildung Download (PDF)
■ Vorschlag Fluch der Flexibilität – Richard Sennett über den neuen Kapitalismus Von Harry Nutt Ausgabe vom 9.6.1998, Seite 24, Berlin Download (PDF)
„Wir stehen an einem Kreuzweg“ Der Priester Leonardo Boff war in den achtziger Jahren einer der prominentesten Kritiker des verknöcherten Katholizismus. Er wetterte gegen starre Kirchenhierarchien, setzte sich kritisch mit dem Zölibat auseinander und forderte ein menschlicheres Verständnis von Sexualität. Der Vatikan versuchte ihn nach Kräften zu deckeln – ohne großen Erfolg. Die marxistisch inspirierte Befreiungstheologie Lateinamerikas hat die amtskirchlichen Bevormundungen gut überstanden. 100.000 Basisgemeinden gibt es alleinin Brasilien. Leonardo Boff, inzwischen 59 Jahre alt und in Rio de Janeiro lebend, verließ vor sechs Jahren den Franziskanerorden. Er fordert eine gründliche Reformation der katholischen Kirche: „Nur so kann die Kirche zu neuer Luft kommen.“ Mit ihm telefonierte ■ Annette Kanis Von Annette Kanis Ausgabe vom 6.6.1998, Seite , Dossier