Der Norden redet von „Überbevölkerung“. Also muß man die im Süden, die „Unterentwickelten“, gerade auch im Namen der Zukunft des Planeten zu ihrem Glück zwingen: dem der Kleinfamilie ■ VON SHALINI RANDERIA
Während die Union fünf Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg Biedermeier spielt, träumt die SPD vom Sturm auf die letzte CDU-Bastion im Westen ■ VON ERWIN SINGLE
Das November-Massaker von Osttimor hat nicht nur die Weltöffentlichkeit wachgerüttelt — auch in Indonesien selbst entwickelte sich eine ungewohnt offene Diskussion über das Thema ■ VON WERNER WASMUTH
Am Sonntag erlebt Kamerun seine ersten halbwegs freien Parlamentswahlen. In erster Linie dienen sie zur Selbstlegitimation des Präsidenten Biya, einer der hartnäckigsten Autokraten Afrikas ■ Von Volker Kleinophorst
Seit kurzem koppelt die EG ihre Entwicklungshilfe offiziell an die Menschenrechtslage. Für „gute Schüler“ ist zusätzliche Unterstützung vorgesehen, bei undemokratischem Verhalten sind Sanktionen möglich. In der Praxis siegt aber meistens Opportunismus ■ Aus Brüssel Francois Misser
Vor einer Woche nahm sich der PDS-Bundestagsabgeordnete Gerhard Riege in Jena das Leben/ In den fünfziger Jahren war er inoffizieller Mitarbeiter der Stasi/ ■ VON CLAUS CHRISTIAN MALZAHN
Italiens Vergangenheitsbewältiger schießen sich ins Bein: Der Brief von KPI-Chef Togliatti, der als Beleg für dessen „Billigung des Massenmordes an Soldaten“ galt, wurde verkürzt und teilweise gefälscht/ Nun macht sich das Industriellenblatt 'La Stampa‘ an die Ehrenrettung des Stalinisten ■ Aus Rom Werner Raith
Die Bundesregierung unterstützt deutsche Unternehmen bei der Aufrüstung des Iran / Besonders eng: die Kumpanei zwischen Anlagenbaufirmen und Möllemanns Wirtschaftsministerium ■ Von Thomas Dreger
Nordirland 20 Jahre nach dem „blutigen Sonntag“, an dem die britische Armee in eine Demonstration schoß und 13 Menschen tötete — ein Wendepunkt für die IRA. Heute reden selbst britische Militärs von Truppenabzug. ■ VON RALF SOTSCHECK
Die einen wollen Meyer, die anderen eine heile Insel. Vor der Steilküste des Prorer Wieks will der Papenburger Schiffsbauer Meyer eine Riesenwerft auf einer künstlichen Insel errichten. Seine Pläne bringen Arbeitslose und Umweltschützer gegeneinander auf. ■ VON BETTINA MARKMEYER
Die Rückführung von Flüchtlingen gilt als unverzichtbares Element der Lösung regionaler Krisen. In Burundi, wo das UNHCR inmitten politischer Instabilität Repatriierungen durchführt, ist das Ergebnis ein anderes: schwere ethnische Konflikte, neue Fluchtbewegungen. ■ VON FRANÇOIS MISSER
2,6 Mio DM stellte der Konzern bereit. Historiker Hans Mommsen löste die Frage der Entschädigung von Nazi-ZwangsarbeiterInnen zur Zufriedenheit seiner Auftraggeber. ■ VON DETLEF SCHLOCKERMANN