Die Stuttgarter CDU will Asylbewerber:innen zur gemeinnützigen Arbeit für 80 Cent pro Stunde verpflichten. Freiwilligkeit habe bisher nicht funktioniert, argumentiert sie. Diejenigen, die solche Arbeitsplätze anbieten, zeichnen ein völlig anderes Bild.
Eine Meldung mit Knalleffekt: Die „Südwestpresse“ aus Ulm kauft die Stuttgarter Zeitungen, die „Eßlinger Zeitung“, den „Schwarzwälder Boten“ und die „Böblinger Kreiszeitung“. Und was sagen die Chefredaktionen dazu? An der Qualität ändere sich nichts. Das klingt wie eine Drohung. Eine Bestandsaufnahme.
Jean Peters hat die „Correctiv“-Recherche zum „Geheimplan gegen Deutschland“ geleitet, dem Treffen Rechtsextremer und Konservativer in Potsdam. Der Enthüllung folgten Massenproteste gegen die AfD – und Zweifel an der Geschichte. Über Gerichtsverfahren, die irritieren sollen, und einen „Zeit“-Artikel, der zum Kronzeuge wurde.
Sie fühlen sich wie Deutsche zweiter Klasse: Kontext hat Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft und Zuwanderungsgeschichte gefragt, wie sie die Migrationsdebatte wahrnehmen.
Seit 2009 gibt es im Stuttgarter Gemeinderat eine ökosoziale Mehrheit. Wird das auch nach der Kommunalwahl am Sonntag noch so sein? Fünf Stadträt:innen im Kontext-Gespräch über die bevorstehende Wahl, den Wahlkampf und die bisherige Zusammenarbeit.
Die Flucht aus Eritrea ist noch nicht das Ende der Verfolgung. Der Machtapparat des Diktators hat seine Landsleute auch im Ausland im Blick. Aster Ghidey traut sich als eine der wenigen, ihre Kritik öffentlich zu äußern – und ist frustriert, dass Aufmerksamkeit erst nach Gewaltexzessen folgt.
Das Dorf heißt Killer und der GasthofLamm. Hier soll eine Handvoll Geflüchteter unterkommen. Das provozierteinen Volkszorn, dem sich kaum jemandentgegenstellt. Beim Besuch vor Orttun sich Abgründe auf.
Christine Prayon alias Birte Schneider tritt nicht mehr in der „heute-show“auf. Welke & Co. machten „Stimmunggegen Andersdenkende“, kritisiert die Kabarettistin. Mit einer Satire, diekeinen Diskurs mehr zulasse, könnesie nichts anfangen, sagt Prayon imGespräch mit Kontext.
Frische Erdbeeren und Spargel aus derRegion gibt es, weil Frauen und Männeraus Rumänien, der Ukraine oder Polengerade auf den hiesigen Feldern ernten.Ihre Rechte kennen sie nur rudimentär.
Liebe Leserinnen und Leser, stimmen sie sich auf Endzeit ein: Kontext hat den Apokalypse-Forscher Thomas Meier über den Untergang der Welt ausgefragt. Woher kommt die Begeisterung für Katastrophenfilme? Ab welchem Alter sollte man Kinder an die drohende Verdammnis heranführen? Und ist ein bisschen Apokalypse vielleicht gar nicht so schlecht?
Unser Autor arbeitet seit 20 Jahren in der Katastrophenhilfe. Eines weiß er sicher: Naturkatastrophen, wie jüngst das Hochwasser im Westen Deutschlands, sind menschengemacht. Der technische Fortschritt hat uns überheblich werden lassen.
Für Jugendliche sind die Einschränkungen wegen der Pandemiebekämpfung besonders belastend. Ihnen entgehen prägende Erfahrungen. Was machen Digitalunterricht und Zuhausebleiben nach über einem Jahr mit Schulkindern – und den Lehrkräften?
Angela Gerace wohnt seit 1970 in der Reinsburgstraße 65. Vor ein paar Jahren wurde das alte Haus auf den Stuttgarter Immobilienmarkt geworfen. Seitdem lebt sie in einem Spekulationsobjekt.