Als die Berlinale-Bären verliehen wurden, stand Julia Jentsch schon wieder in München auf der Bühne. Dort spielt sie die Frauen, deren Stärke die Männer sich nicht leisten können. Ein Porträt
Ein Stück über Paarprobleme und seelische Beschädigungen, das im Kern an Beckett und Tschechow erinnert, an den Rändern jedoch wieder gewohnt geschwätzig bis zur wüsten Fantasterei ist: „Die eine und die andere“ von Botho Strauß unter der Regie von Dieter Dorn am Münchner Residenztheater
Die 3 von der Wohngemeinschaft und der böse Mercedesfahrer: Hans Weingartners globalisierungskritische Digitalvideofabel „Die fetten Jahre sind vorbei“ probt den poetischen Widerstand – in Berliner Villen genauso wie auf der österreichischen Alm
Gott ist auch nicht viel besser dran: Umberto Eco erweist sich mit seinem neuen Roman „Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“ als subtiler Philologe der Trivialliteratur
Vom Strukturwandel in der Öffentlichkeit Balkoniens: Einst Stilelement des bürgerlichen Lebens, heute Schauplatz des heimatlichen Sommerurlaubs – eine kleine Kulturgeschichte des Balkons
Die Grenze zwischen Pop und Pornografie verschwimmt. Mitten im Mainstream hat sich Pornpop gebildet, ein Zeichensystem, aus dem sich Künstler wie Britney Spears oder Snoop Dogg bedienen
Boulevard Belgrad: Knapp vier Jahre nach dem Sturz des Milošević-Regimes blüht die alternative Musikszene in der serbischen Hauptstadt wieder auf. Das Ex-Oppositionsradio B92 fördert Underground-Elektronik und Balkanmusik, während die Rap-Szene die Porno-Ästhetik des Turbo-Folks parodiert
It‘s the end of the record industry as we know it: Eine Studie der Bank Morgan Stanley weist nach, dass es sich nicht lohnt, in die Musikindustrie zu investieren. Die Zeit der Majors dürfte bald vorbei sein. Die Zukunft des Pop liegt in den Händen der Indies
Drei Generationen von Autoren und Filmemachern beschäftigen sich inzwischen mit den Wandgemälden des von den Nazis ermordeten polnischen Künstlers Bruno Schulz. Diese waren 2001 von Experten der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem vom Putz gelöst und nach Israel geschafft worden
Michel Friedmann ist zurück. Noch nicht im Fernsehen, aber in der Gesellschaft. Politprominenz von Angela Merkel (CDU) bis Klaus Wowereit (SPD) gibt ihm die Ehre
Bücher, die man einstecken kann wie ein Päckchen Zigaretten: Der Heyne Verlag ist das eigentliche Objekt der Begierde beim immer noch schwebenden Übernahmeverfahren der Ullstein-Heyne-List-Gruppe durch Random House. Ein Verlagsporträt