Der Bürgerkrieg in Syrien zieht deutsche Salafisten an. Der Staat muss auf diese Radikalisierung reagieren und Rückkehrern helfen, sagt Experte Michael Kiefer.
MUSLIME Hinter dem verbotenen Verein, der an die Hamas spendete, stecken Milli- Görüs-Funktionäre. Islamismusexpertin Dantschke fordert dennoch den staatlichen Dialog
Der Prozess um den Mord an Marwa El Sherbini wird in Ägypten mit Spannung erwartet. Aber auf Kairos Straßen brennen keine deutschen Fahnen, wie befürchtet wurde.
In Deutschland kümmert sich bisher nur das privat finanzierte "Exit" um Aussteiger aus islamistischen Gruppen. "Der Austritt ist schwieriger als bei den Rechtsextremen", so ein Experte.
MORD IN DRESDEN Der antimuslimische Rassismus nimmt seit Jahren zu, sagt die Berliner Forscherin Iman Attia. Entsprechende Vorurteile gehörten bereits zum deutschen Allgemeinwissen
Die Kritische Islamkonferenz fordert, dass Einwanderer nicht hauptsächlich aufgrund ihrer Religion definiert werden. Dass Politiker mit Islamvertretern verhandeln, sei eine verdeckte Missionierung
Bei einem Podium zur Religionsfreiheit werfen Muslime der evangelischen Kirche Abgrenzung vor. Bischof Huber fordert mehr Selbstkritik von muslimischen Verbänden
Fünf Jahre nach dem Sturz der Taliban sieht Grünen-Chefin Claudia Roth die Situation der Frauen in Afghanistan „an einem Scheidepunkt“. Um einen Rückfall in die Rechtlosigkeit zu verhindern, sollte sich Deutschland noch stärker im Land engagieren
Neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung: Junge Musliminnen mit Kopftuch sind aufstiegsorientierter als deutsche Frauen insgesamt. Mutterschaft ist nicht das alles überragende Lebensziel. Gleichberechtigte Partnerschaft ist ein hoher Wert
Bayern sucht nach Terrorverdächtigen, die man schneller abschieben könnte. Doch eine geheime Liste belegt: Es gibt kaum Fälle, die von einer Gesetzesverschärfung betroffen wären. Die Beweise für den „Verdacht“ sind schlicht zu dürftig
Die Westfälische Landeskirche möchte aufzugebende Gotteshäuser nur an andere christliche oder an jüdische Gemeinden verkaufen, nicht aber an Muslime: Dies sei „emotional zu belastend“. Der Zentralrat der Muslime hält das für Diskriminierung
Taliban-Führer Mullah Omar ist der Gastgeber von Ussama Bin Laden in Afghanistan. Er unterscheidet nicht zwischen weltlicher und spiritueller Autorität. Für ihn steht das „Volk der Rechtgläubigen“ über dem Nationalstaat
Die Bindung an ihre Religion ist für viele Muslime wichtiger als die Zugehörigkeit an eine Nation / Zwar bedroht der Islam Renegaten mit dem Tode, doch erklären sich zahlreiche Probleme von Muslimen nicht aus ihrer Religion, sondern aus ihrer historischen Situation ■ Von Fritz Steppat