Sie wollten die CDU als Baden-Württemberg-Partei ablösen. Die vergeigte Stuttgarter OB-Wahl legt nahe, dass sich die Grünen mit dieser Idee übernommen haben. Es fehlt an der Verankerung, am Biss und vor allem an der Nachwuchspflege.
Keine Bewährung und zweieinhalb Jahre Gefängnis bekam ein 18-Jähriger dafür, dass er in der sogenannten Stuttgarter Krawallnacht die Scheiben eines Polizeiautos eingeschlagen und eine Dose geworfen hat. Die CDU freut sich, andere sind konsterniert.
Die drei Stuttgarter Stadträte Tom Adler, Hannes Rockenbauch und Luigi Pantisano haben Hausfrieden gebrochen. Ganze 42 Minuten lang. Am Freitag standen sie vor Gericht.
Mit umweltfreundlichen Häusern wollte die Bahnstadt in Heidelberg neue Maßstäbe setzen. Doch das ökologische Vorzeigeprojekt droht am Klimawandel zu scheitern – mit dem die Stadtverwaltung nicht gerechnet hat. Zu Besuch in einem grünen Stadtteil ohne Grün.
Auch Hannes Rockenbauch von SÖS (Stuttgart ökologisch sozial) möchte Oberbürgermeister von Stuttgart werden. In diesem letzten Gespräch in der Reihe der OB-KandidatInnen-Interviews geht es um kostenlosen ÖPNV, kostenlose Kitas und wo das Geld dafür herkommt.
Wäre die neue Stadtbahn-Haltestelle nahe der Stuttgarter Staatsgalerie eine Komposition, wäre sie Mahlers 10. Sinfonie: hübsch, aber unvollendet. Für eine in Betrieb genommene Baustelle könnte sie jedenfalls kaum großartiger sein – außer, wenn sie gut erreichbar wäre.
Die Lindauerin Romy Bornscheuer studiert Medizin und ist Gründerin der Hilfsorganisation „Europeans for Humanity“. Mehrfach war sie auf der Insel Lesbos und half bei der medizinischen Versorgung der Menschen im Lager in Moria. Sie hat den Großbrand miterlebt, der das Camp zerstört hat.
Mehr Frauen, mehr Diskurs, mehr Offenheit: Karin Becker, neue Intendantin am Theater Konstanz, hat trotz Corona große Pläne. Ende September beginnt ihre erste Spielzeit – der erste Schritt in den Fußstapfen des weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Enfant terribles Christoph Nix.
Am Stuttgarter Ostendplatz, im Herzen des alten Arbeiterstadtteils, betreiben Andreas Bär und Elin Doka einen Raum, der die Grenzen zwischen Alltag und hoher Kunst gekonnt verwischt. Auch das Züblin-Parkhaus im Stadtzentrum wird immer mehr zu einem Ort der Kultur.
Ende Juli 2010 wurde unter Polizeischutz ein Absperrzaun vor dem Nordflügel des Bonatzbaus errichtet, der im Zuge von Stuttgart 21 abgerissen werden sollte. Stuttgarter BürgerInnen eigneten sich den Zaun schnell an und behängten ihn mit Collagen, Texten, selbstgebastelten Objekten. Unser Autor, ein Kunsthistoriker, bot damals Bauzaun-Führungen an.
Der geplante Abzug der US-Truppen macht die Stuttgarter Kommunalpolitik traurig. OB Fritz Kuhn spricht von einer Strafaktion und beklagt einen Verlust von Kaufkraft. Dabei soll eine Kommandozentrale aus der Stadt verschwinden, die regelmäßig Zivilisten tötet.
Die Krawalle von Stuttgart und Frankfurt werden in ganz Deutschland rauf und runter diskutiert. In der Landeshauptstadt wird es nun Videoüberwachung, eine Sicherheitspartnerschaft und ein neues Streetwork-Konzept für die Innenstadt geben. Aber abgesehen davon: Wie ist das eigentlich, jung zu sein in Stuttgart?
Oberschwaben entwickelt sich zum Hotspot der Coronakritiker. Am kommenden Sonntag sollen sich 4.000 in Ravensburg treffen, ausgerechnet am Tag des Rutenfests. Das wurde wegen der Pandemie abgesagt.
Ein linker Bürgermeister für Sicherheit und Ordnung: Das wäre bundesweit, zumal im Westen, ein Novum. Doch genau das will Christoph Ozasek werden, im Rathaus der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Warum eigentlich nicht?
Vor zwei Jahren haben Elka Edelkott und Katja Walterscheid den Stuttgarter Verein Just Human gegründet. Dieser unterstützt Geflüchtete, vor allem solche aus dem LGBT-Bereich, Frauen und Kinder. Am Mittwoch der kommenden Woche stellen sie ihr Projekt im Film „Fluchtgrund Liebe“ vor.