■ Bei der Arbeitsplatzvergabe geht hierzulande alles schön der Reihe nach: Erst kommen die eingeborenen Deutschen dran, dann die Brüder und Schwestern aus dem Osten und zum Schluß die Ausländer. Im deutsch-deutschen Freudentaumel drohen deren Chancen hüben wie drüben immer mehr zu schwinden.
■ Von kleinen, unabhängigen Plattenfirmen, die nichts verkaufen, von Clubs in Kreuzberg, in die keiner mehr geht, von der Freude am Singen, auch wenn's schrill klingt, von einem Senatsrockwettbewerb, der den Gewinnern auch nicht weiterhilft und einem Rockmusikarchiv, das Lücken hat
■ Ein Jahr vor seiner Verhaftung hielt der malawische Lyriker Jack Mapanje in Stockholm vor der Zweiten Konferenz Afrikanischer Schriftsteller einen Vortrag über seine Erfahrungen mit der malawischen Zensur, hier leicht gekürzt
■ Das Jazz-Musikerehepaar Thompson-Hiseman im Gespräch nach einer dreistündigen Verabreichung wohldosierter Harmonie / Gelassene Freundlichkeit auf der Bühne und danach
■ 1000 Violins aus Sheffield spielten den Römer voll mit „superökologischem“ Pop Musik als Tonfolgen ohne Folgen: „Wir brauchen keine aufrüttelnden Texte“
■ Am Donnerstag hatte Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“ am Goetheplatz eine herausragende Premiere: virtuoses Geklotze mit Gags, das den Rezensenten nicht restlos glücklich im Theatersessel sitzen ließ