Vor 100 Jahren ist der Hamburger Hauptbahnhof eröffnet worden. Zusammen mit weiteren Baudenkmälern aus diesen Jahr steht er für eine Zeit des wirtschaftlichen Aufbruchs und des nationalen Überschwangs. Im selben Jahr gab es hier auch den ersten politischen Generalstreik Deutschlands
Ist die journalistische Kriegsberichterstattung zur Tatort-Alternative verkommen? Das Symposion „Gegenbilder“ der Muthesius Kunsthochschule in Kiel fragt nach abweichenden Strategien der Kriegsdarstellung. Ein Gespräch mit der Intendantin, Petra-Maria Meyer
Die Geschichte eines steinigen Weges: Wie die Hamburger Band „Beckenrand“ versucht, ihre Musik auf eigene Faust bekannt zu machen – ohne die Unterstützung einer großen Plattenfirma, dafür mit neuen Ideen zu Vertriebswegen und Preispolitik
Schier endlose Assoziationsketten: Das „Vollplaybacktheater“ lässt Justus Jonas auf Vincent Vega aus „Pulp Fiction“ treffen, und „Drei Fragezeichen“-Chauffeur Morton wird zu Geisterjäger John Sinclair. Wir sprachen mit dem Gründungsmitglied David Becher
Der 19-jährige Hamburger Benjamin Scheuer hat in der Schweiz einen Kompositionswettbewerb für Alphorn gewonnen. Für die Medien ist das ein gefundenes Fressen – im Gegensatz zur Neuen Musik, die Scheuer demnächst im Studium beschäftigen wird
Erst das Fressen, dann die Moral? Nicht ganz, wenn in einem Hamburger Aktionszentrum norddeutsche Anarchisten zusammenkommen bei Wein und vegetarischem Fünf-Gänge-Menü (auf Wunsch auch vegan)
Wolfgang Schmidt aus Kiel hat im Zweiten Weltkrieg fünf Schiffsuntergänge mitgemacht, zuletzt mit der von Günter Grass besungenen Wilhelm Gustloff. Obwohl er noch Schlimmeres erlebt hat, quälen ihn keine bösen Träume aus dem Krieg
Nebenstelle (3): Vom Leben und Schreiben in der norddeutschen Provinz. Der Schriftsteller Henning Ahrens über die deutsche Sehnsucht nach Weltläufigkeit, das langsam wachsende Wohlgefallen an der Kleinstadt und den Abstand zum Literaturbetrieb. Doch die Unterschiede zum Stadtleben verschwinden allmählich
Sehen statt erleben, konservieren statt konsumieren: Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven will kein Erlebnis-Museum sein. Sondern einen historischen Auftrag erfüllen. Jetzt bekommt es mehr als eine Million Euro aus dem klammen Bremen, um die 30 Jahre alte Sammlung zu modernisieren
Vom Guten der Naivität und dem Wunsch, etwas Kleines zu sagen: Ein Gespräch mit der israelischen Regisseurin Dedi Baron, die „Romeo und Julia“ als türkisch-deutschen Konflikt am Kieler Theater inszeniert hat
Bei der Seewetterwarte Hamburg herrschte gestern Hochbetrieb. Doch was tun die Meteorologen in dem ehrwürdigen Gebäude am Hafen, wenn es keinen Tornado gibt? Ein Besuch
Was hat Hamburg bedeutend gemacht? Natürlich sein Sielsystem. Im Abwassermuseum der Freien und Hansestadt, einem Show-Room der urbanen Schattenseiten, hat man das nicht vergessen