Silvio Berlusconi lebt von der offenen Selbstinszenierung. Seit er vor zehn Jahren die Partei Forza Italia gründete, bedient er die alten Feindbilder mit immer gleichem Gesicht. Jetzt auch ohne Falten
Schwedens Schulen dürfen ihren Schülerinnen verbieten, sich zu verhüllen. Denn sonst könnte ja jede unerkannt die schlaue Freundin zur Prüfung schicken. Zudem drohe im Chemieunterricht Feuergefahr
Dass „Stars“ sich ihre Interviews „absegnen“ lassen, ist heutzutage selbstverständlich. Sogar ganze Biografien wollen sie heute „autorisieren“. Journalisten lassen sich diese Zensur gefallen. Weshalb?
Und dann war es doch wieder ein Junge: Sebastian Winkels’ Film „7 Brüder“ dokumentiert eine Familiengeschichte im Zeichen von protestantischer Ethik und Wiederaufbau. Die wichtigste Familieneigenschaft der zwischen 1929 und 1945 geborenen Protagonisten ist eine sanft selbstironische Tadellosigkeit
Ob man Ilja Repin, den „russischen Rembrandt“, kennt, ist meist eine Frage der Herkunft aus Ost oder West. Die Alte Nationalgalerie Berlin zeigt seine vielen Facetten über das Klischee hinaus
Kunst für Daheimgebliebene (2): Land-Art. Wer in aller Herrgottsfrüh aufsteht und mit einem Geruchstester über Land fährt, tastet sich mit diesem an der äußerst fragilen Grenze zwischen Natur und Kultur entlang und lernt dabei Interessantes und Ungeahntes über die Provinz als Kunstobjekt
Che wirbt für Autovermieter, Marx für Kapitalanlagen. Selbst die Deutsche Bank geht mit dem Slogan „revolution“ auf Kundenfang. Eine Ausstellung zum Verschwinden linker Symbolik im Radical Chic
Ein Räderwerk, das beständig ins Nichts läuft: Der Komponist Beat Furrer und Christoph Marthaler entfalten in Zürich an einem Stoff von Marguerite Duras ihre ganze Kunst der Demontage
Künstlerförderung im Versuchslabor ist auch kein Spaß: Alex Novak inszeniert für das Stuttgarter Staatsschauspiel die Uraufführung von Kerstin Spechts Theaterstück „Solitude“ in der gleichnamigen Stipendiaten-Akademie
Teddy, der Inkommensurable (3): Theodor W. Adorno verachtete Jazz und Popular Music. Dennoch nahm er als Musiksoziologe die Themen aktueller Poptheorie vorweg. Aus zutreffenden Beschreibungen leitete er allerdings fragwürdige Bewertungen ab
„Wir sind unter euch“: Das Theater kämpft. Um Geld, um Publikum und um die kleinen Städte.In Wismar und in Magdeburg, mit Uraufführungen, Bustouren, Nachtcafés und Sonntagsfrühstück
Besinnt man sich auf zeitlose Werte wie Skills und noch mal Skills, hat weit und breit wohl kein zweiter Rapper die Klasse des ehemaligen Crack-Dealers Shawn Carter, besser bekannt als Jay-Z. Trotzdem fügte er in Berlin nur ein weiteres Beispiel in die endlose Reihe enttäuschender HipHop-Konzerte ein
Ein Blick in den „Barrio Chino“ Limas: In der Hauptstadt Perus lebt die größte chinesische Community Lateinamerikas. Sie hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, zählt aber heute zur Mittelschicht. Die Geschichte einer – fast – perfekten Integration