Der „Bundesverband der Vertriebenen“ setzt mit massiver Geldhilfe der BRD auf die schleichende Revision der Oder-Neiße-Grenze ■ Aus Nürnberg Bernd Siegler
Der Rückgang des Tourismus in Italien hat keineswegs nur negative Auswirkungen/ Die Ära des „Postgermanismus“ hat begonnen/ Man entdeckt die Unabhängigkeit vom Wohlwollen deutscher Reiseunternehmen/ Rückgang der Besucherzahlen nützt dem Umweltschutz und stärkt das Selbstwertgefühl ■ Aus Italien Werner Raith
Die Rückkehr der demobilisierten nicaraguanischen Contras ins zivile Leben ist mit zunehmenden Schwierigkeiten verbunden/ Die Regierung Chamorro hält sich nicht an die Zusage, ihnen Land zu geben/ Zwanzig sandinistische Kooperativen von landlosen Ex-Contras besetzt, um „Druck auszuüben“ ■ Aus Waslala Ralf Leonhard
An der Gedenkstätte für das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück ist die „Wende“ bisher fast spurlos vorbeigegangen/ Die Museumskonzeption ist noch die vom ZK der SED abgesegnete/ Jüdinnen, Bibelforscherinnen, Sinti und Roma, Prostituierte und „Berufskriminelle“ wurden darin „vergessen“ ■ Von Ulrike Helwerth
■ Wie entstehen Psychosen, wie sind sie zu behandeln?/ Ein Gespräch zu den Hintergründen des Attentats auf Innenminister Schäuble mit Dr. Linden, Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin/ „Wahninhalte aus der Zeitung“
■ Eine Reise durch das neue Bundesland Thüringen im Süden der DDR — unternommen von dem Erfurter Hörspielautor und Kabarettisten Henning Pawel/ Die Thüringer sollen jetzt frei wählen/ Hoffnungsträger aus dem Land stehen zwar bereit, man vertraut aber lieber auf Importe
Erstmals zeitigen die Kambodscha-Verhandlungen um den UNO-Friedensplan konkrete Erfolge, dennoch läuft der Regierung in Phnom Penh die Zeit davon/ Kommt Washingtons Spitzkehre nach dem Ende der Ost-Solidarität zu spät? ■ Von Henrik Bork
Die politische Macht in der Ukraine blieb zwar noch lange in der Hand der Breschnewisten, doch seit einem Jahr haben die Menschen hier viel nachgeholt: Besonders in der Westukraine werden die Verhältnisse durch die nationaldemokratische Bewegung umgestürzt. Und die will die Unabhängigkeit. ■ Aus Lwow K.H. Donath
■ Die Nahost-Krisen der Nachkriegszeit zeigen den schwankenden Boden ideologischer „Festigkeit“ / Die Gefahr eines neuen Teufel-Tauschens in Nahost / Keine Unterstützung für Oppositionelle im Irak
■ Im ostafrikanischen Land unter der Einparteienregierung arap Mois stehen wie in vielen afrikanischen Staaten die Zeichen auf Sturm / Die städtische Elite probt den Aufstand, die Regierung spricht vom Wiederaufkeimen des „Tribalismus“ und geht hart gegen Dissidenten wie Kenneth Matiba und andere vor
■ Als Wallfahrtsort gläubiger Kommunisten hat die Nationale Mahn- und Gedenkstätte („NMG“) Sachsenhausen ausgedient / Im Museum ist immerhin Ceausescu schon überklebt / Folge neuer Einsichten ist die überarbeitete Geschichte des sowjetischen NKWD-Lagers auf dem Gelände des ehemaligen KZ