Die gern beworbenen Bosch-Werte wie Verantwortung, Vertrauen, Fairness werden derzeit nur von den Beschäftigten beachtet. Während der Konzern trotz guter Gewinne seine beiden Power-Tools-Werke dichtmachen will, fährt ein Dutzend Boschler aus Leinfelden nach Sebnitz. Dort kämpfen die Kolleg:innen um die letzten Industriearbeitsplätze in ihrer Region.
Linke Kultur als Feindbild: Vergangenen Samstag demonstrierte die rechtsextreme AfD-Jugendorganisation JA gegen das Stuttgarter U&D-Festival – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, aber mit einem illustren Gast aus Wien.
Menschen engagieren sich in ihrer Stadt, stellen Listen auf, werden gewählt – und der Städtetag Baden-Württemberg ist sauer. Viele Kleingruppen in den Räten erschweren die Arbeit, findet er. Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) und Innenminister Strobl (CDU) sind gleich dabei.
Fünf Jahre lang stand Stefan Heidrich zu Kreistagssitzungen in Main-Tauber vor dem Sitzungsgebäude und protestierte gegen die AfD. Nun denkt er ans Aufhören.
Seit 2009 gibt es im Stuttgarter Gemeinderat eine ökosoziale Mehrheit. Wird das auch nach der Kommunalwahl am Sonntag noch so sein? Fünf Stadträt:innen im Kontext-Gespräch über die bevorstehende Wahl, den Wahlkampf und die bisherige Zusammenarbeit.
In Tübingen tritt Deutschlands bekanntester Oberbürgermeister gegen die eigene Partei an. Ulrike Baumgärtner will Nachfolgerin von Boris Palmer werden – und wünscht sich viele Macherinnen und Macher in der Stadt, nicht nur einen an der Spitze.
Soll in Weilheim an der Teck eine Fabrik für Wasserstoffantrieb gebaut werden oder nicht? Am 24. April stimmen die BürgerInnen darüber ab. Bis dahin wird gekämpft: Die einen wollen 30 Hektar Grün erhalten, die anderen die neue Technologie. Die Sorge um die Zukunft beschwören beide Seiten.
Klassenbester beim Klimaschutz und prosperierende Finanzen: Tübingen unter Boris Palmer könnte als Aushängeschild für ökologisches Wachstum dienen – wären da nicht seine rhetorischen Ausfälle. So bleibt eine tiefe Entfremdung zwischen der lokalen Basis und der grünen Landesspitze.
Wie weit geht direkte Demokratie? Sind Volksentscheide auf Bundesebene sinnvoll? Darüber haben sich die scheidende Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Sarah Händel von Mehr Demokratie trefflich gestritten. Ein moderiertes Gipfelgespräch zum Abschied von Gisela Erler.
Es hat Seltenheitswert in der Politik, wenn der Gegner nicht niedergemacht wird. Susanne Eisenmann (CDU) macht keinen Hehl aus ihrer Wertschätzung für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), den sie im Amt ablösen will. Im Kontext-Gespräch bietet sie noch weitere Überraschungen.
Freiburgs bekanntester Rechtsextremist durfte in einer Beilage für die Wochenzeitung „Der Sonntag“, eng verbunden mit der „Badischen Zeitung“, seine flüchtlingsfeindliche Propaganda verbreiten. Das kam gar nicht gut an beim liberalen Publikum.
Stuttgart droht eine OB-Wahl, die den Wählerwillen im zweiten Wahlgang verzerrt widerspiegelt. Obwohl das öko-soziale Lager in der Landeshauptstadt mehr als doppelt so viele Stimmen auf sich vereint hat wie das konservative, könnte der CDU-Kandidat bald an der Spitze der Landeshauptstadt stehen.
Oberbürgermeister von Stuttgart wollen viele werden. Insgesamt sind es zwei Frauen und zwölf Männer, die fünf aussichtsreichsten haben wir schon vorgestellt. Doch wer sind die übrigen Bewerber, die am 8. November zur Wahl stehen?
Vieles ist nicht falsch, zu wenig aber richtig: Die Berichterstattung über die „Nacht der Schande“ („Bild“) in Stuttgart hat bundesweit eine mediale Realität erzeugt, die von der Wirklichkeit weit entfernt ist. Dabei war die schlimm genug. Jetzt steht das sensationslüsterne Zerrbild der Aufarbeitung im Weg.
Der Protest gegen Stuttgart 21 will einfach nicht in sich zusammenfallen. Das ärgert auch die gar nicht mehr so neue Landesregierung. Denn inzwischen gibt es Jahrestage von Ereignissen, die in die grün-rote Herrschaftszeit fallen. Die Rodung des Schlossgartens zum Beispiel. Am Donnerstag war das ein Jahr her, die Überwachung der Bürger hat das Kabinett Kretschmann nahtlos übernommen
Falling Walls in Baden-Württemberg: in den nächsten Tagen könnte der Südweststaat Angela Merkel zwei weitere Niederlagen bescheren. Am Sonntag bei der OB-Wahl in Stuttgart. Und am Montag, wenn Bahnvorstand Volker Kefer weitere Steuermillionen für Stuttgart 21 fordern wird. Doch dann müsste Noch-OB Wolfgang Schuster (CDU) einen Bürgerentscheid einleiten
Warum haben CDU und SPD nicht begriffen, fragt Gast-Autor Arno Luik, was in Stuttgart passiert? Und er gibt die Antwort: weil hier eine neue politische Kultur entstanden ist.
Bei einer Stichwahl würde Fritz Kuhn die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart mit deutlichem Abstand gewinnen. Dies ist das Ergebnis einer besonderen Emnid-Umfrage, die von der Kontext:Wochenzeitung in Auftrag gegeben wurde. Die beiden wichtigsten politischen Ämter in Baden-Württemberg lägen dann in der Hand der Grünen. Der erste Versuch eines Multimillionärs, in Deutschland Stadtoberhaupt zu werden, wäre gescheitert
Heiner Geißlers Kompromissvorschlag vom kombinierten Kopf- und Tiefbahnhof ist faktisch bis zur Unkenntlichkeit zerredet worden und damit so gut wie vom Tisch. Gut für die Immobilien-Branche. Gerade sie predigt seit Jahren, was kaum einer hören will: Stuttgart 21 ist in ihren Augen ein – oder vielleicht auch ihr – „Jahrhundert-Immobilienprojekt“