Zwei Tage vor den polnischen Parlamentswahlen kämpfen die Politiker in Breslau nicht um Stimmen, sondern die Bevölkerung mit den Folgen der Flut. Von der Regierung sind alle enttäuscht ■ Aus Breslau Gabriele Lesser
Die Ölförderung in Aserbaidschan droht am Problem des Pipelineverlaufs zu scheitern. Tschetschenien und Nagorny Karabach gelten als die wunden Punkte, im Prinzip ist aber der gesamte Kaukasus eine potentielle Konfliktzone ■ Von Irena Maryniak
Vom Nutzen der ungebändigten Natur der großen Ströme: Daniel Schwartz' Fotoband und Lesebuch „Delta. Wasser, Macht und Wachstum in Asien“ – ein nützliches Kompendium zu asiatischer Ökonomie, Politik und Geographie ■ Von Brigitte Werneburg
Eine Shell-Vertragsfirma riß das Dorfkrankenhaus ab. Danach starben die Leute an Cholera. Alltagsszenen aus Nigerias Ölfördergebieten ■ Aus dem Niger-Delta George Frynas
In der albanischen Hafenstadt Vlora, dem Zentrum der Revolte, traut sich abends keiner auf die Straße. Noch ist die Angst vor einer Invasion aus dem Norden größer als vor den Herren der Nacht ■ Aus Vlora Thomas Schmid
Wie geht es Arbeitslosen, wie schafft man Arbeitsplätze? Die Bundesanstalt für Arbeit hat heute andere Fragen an ihre Forscher als zu Zeiten der Vollbeschäftigung. Werner Karr war von Anfang an dabei ■ Von Bernd Siegler
Einst sollte der Uni-Riese die Leipziger Skyline ins sozialistische Zeitalter katapultieren – nur die Fahrstühle kamen nicht mit. Jetzt gehört der Turm einer Bank. Der Fahrstuhlmonteur ist geblieben ■ Von Daniela Weingärtner
Viele haben am Rio Tinto verdient. Jetzt, da das Gold zur Neige geht, gehören die südspanischen Minen erstmals den 560 Arbeitern und Angestellten ■ Von Reiner Wandler
Nach Jahren des Terrors durch die Guerilla des Leuchtenden Pfades beginnt der Wiederaufbau der sozialen Organisationen – den Anstoß gab der Mord an einer Frauenrechtlerin ■ Aus Villa El Salvador Ingo Malcher
Eine ehemalige Salpetermine in Nordchile diente den Militärs als Gefangenenlager. Die Ruinen verfallen, die Leichen mumifizieren. Jetzt soll auf dem Gelände eine Gedenkstätte eingerichtet werden ■ Aus Chacabuco Jens Holst
BewohnerInnen der Notunterkunft in Köln-Niehl brauchen drei Sprachen. Susanne Heinen ist zur begeisterten Bewohnerin geworden. Selbsthilfe und eine Kultur der Armen wie im sonnigen Süden ■ Von Christiane Haas
Stadtentwickung von unten: Indische und südafrikanische Slumbewohnerinnen helfen sich gegenseitig beim Kampf um Rechte und bei der Schaffung von Wohnraum ■ Von Christa Wichterich