2021, das zweite Pandemie-Jahr. Da muss man erstmal überlegen, was eigentlich passiert ist. Pandemie-LeugnerInnen haben sich radikalisiert, Julian Reichelt ist weg von der „Bild“-Fläche, und aus „Merkel muss weg“ wurde „Scholz muss weg“. Und dann gibt es da noch etwas, das wir im kommenden Jahr mit Ihnen feiern wollen.
Die diesjährigen Zahlen zur Partnerschaftsgewalt taugen nicht für schmissige Schlagzeilen – dabei hat Gewalt gegen Frauen System. Es ist ein einziger großer Skandal.
Im Schwarzwald ticken die Kuckucksuhren noch anders. Während die Ampel-Sondierer in Berlin den schnellen Ausbau der Windkraft wollen, wird am Schluchsee Front gemacht. Hauptdarsteller auf einem Geheimtreffen ist der Tunnelbohrer Martin Herrenknecht.
Erst ist die Kunstbranche in New York wieder zum Leben erwacht – Europa zieht nun nach. Im Pariser Centre Pompidou ist etwa eine umfassende Schau der US-Künstlerin Georgia O’Keeffe zu sehen
Ein schwuler Buchhändler freut sich über eine lange LGBT-Literaturliste in der „Stuttgarter Zeitung“ – bis er entdeckt, dass alle Empfehlungen bei Amazon landen. Kein Wunder, das Blatt ist Partner des Marktgiganten.
Wenn der Lohn nicht reicht zum Leben, muss das Jobcenter Geld dazugeben. Aufstocken nennt das die Agentur für Arbeit. Allein in Stuttgart trifft das 4.300 Frauen und Männer. Fati Abu ist eine von ihnen.
Endlich ist es entschieden. Der „Schwäbische Laokoon“, das fast zehn Meter hohe Anti-S-21-Kunstwerk des Bildhauers Peter Lenk, wird in die Landeshauptstadt ziehen. Das freut Menschen aus Kunst und Politik.