Der Terror des NSU war keine Ausnahme, sondern Teil einer langen Geschichte. Im Gespräch erklärt der Karlsruher Historiker Darius Muschiol, warum Rechtsterrorist:innen jahrzehntelang nicht ernst genommen wurden und warum Politik und Gerichte dabei eine zentrale Rolle spielten.
Knapp einen Monat, nachdem die für Ende 2026 geplante Teilinbetriebnahme für Stuttgart 21 abgesagt wurde, kam die neue Bahnchefin Evelyn Palla zu einem Sonderlenkungskreis nach Stuttgart. Neue Zeitpläne will sie erst Mitte nächsten Jahres vorlegen, jetzt werde erstmal geprüft. Einige Hoffnungen enttäuschte sie bereits.
Trotz gesellschaftlichem Rechtsruck kämpfte die Neonazi-Szene in Baden-Württemberg lange mit Bedeutungsverlust und Nachwuchssorgen. Seit dem Sommer 2024 scheint sich die Situation zu ändern. Neue Gruppen wie „Der Störtrupp“ fallen vor allem bei Protesten gegen den Christopher Street Day auf.
Die AfD sucht die Nähe zu autoritären Staaten und deren Lenkern. Zu Trump, Putin, Orbán. Auch mehrere Politiker:innen aus dem Südwesten reisen gerne nach Russland, Ungarn und in die USA. Um dort Kontakte zu festigen oder die „Leuchtfeuer der Freiheit“ zu preisen.
Mit der „Nationalrevolutionären Jugend“ ist seit Mitte 2024 eine Neonazi-Organisation im Südwesten aktiv, die junge Menschen mit Gewaltvideos und NS-Rhetorik rekrutiert. Kontext hat recherchiert, wie die Organisation vorgeht.
Meryem G. fuhr drei Mal ohne Fahrkarte ICE. Die Folge: mehrere Monate Haft in der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd. Die Linke hat sie nun freigekauft. Doch das ist nicht immer einfach – und es bleibt ein Politikum.
In Stuttgart und Karlsruhe fehlen Hunderte Millionen Euro. Die Folgen spüren Bürger:innen direkt – von teureren Kitas bis zu geschlossenen Bädern. Der Sparkurs könnte tiefe Spuren hinterlassen.
Friedrich Merz und sein Gefolge wollen im Vorübergehen erkennen, wer keinen Aufenthaltsstatus hat, nicht arbeitet und sich nicht an Regeln hält. Davon wird kein Stadtbild besser. Eine Gruppe SPD-Abgeordneter präsentiert nun konkrete Vorschläge und fordert mehr Geld für Kommunen.
Der Kontext-Mitgründer Josef-Otto Freudenreich wird 75 Jahre alt. Ein Kollege der „Süddeutschen“ erinnert sich an den journalistischen Start-upper aus Stuttgart, wo mit dem Protest gegen Stuttgart 21 plötzlich krasse Sachen passierten.
Ein Polizist aus Baden-Württemberg prahlt mit Gewalt gegen „Zecken“ und verschickt über WhatsApp Hakenkreuze. Intern sind die menschenverachtenden Inhalte auf dem Handy des Beamten seit 2017 bekannt. Bald soll eine disziplinarrechtliche Maßnahme folgen, teilt das verantwortliche Präsidium mit.
Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat eine Botschaft an die Union: Wie europäische Beispiele zeigen, ist die „Zähmung“ rechtsradikaler Parteien durch Kooperation nicht gelungen und hat eher zu einer Schwächung konservativer Parteien geführt. Die Brandmauer stürzt dennoch ein.
Der frühere Immobilienunternehmer René Benko muss sich in Österreich vor Gericht verantworten. Ihm drohen zehn Jahre Haft. Die großen Brocken kommen erst noch.
Per förmlicher Weisung wurde Freiburg gezwungen, als letzte Kommune in Baden-Württemberg die Bezahlkarte für Geflüchtete einzuführen. Außerhalb und innerhalb des Gemeinderats wird überlegt, wie man sie umgehen oder wieder abschaffen kann.
Das Klischee hält sich hartnäckig: Der Waschbär ist ein nettes Kerlchen. Nachdem er im dringenden Verdacht steht, einer Stuttgarter Galeristin ein Fingerglied abgebissen zu haben, ändert sich das Bild. Besonders empört ist die FDP.