Der Welt ging es 2025 nicht gut: Klima, Trump, Nazis, zu viele Männer mit Knall an der Macht. Das vergangene Kontext-Jahr dagegen war aufregend, voller Veränderungen und mit einem Teenager in der Wachstumsphase.
Statistisch gesehen werden jede Stunde in Baden-Württemberg zwei Frauen von ihren Partnern geschlagen. Um Weihnachten herum steigen die Zahlen. Künftig wollen Grüne, CDU, SPD und FDP härter gegen Täter vorgehen.
Ausbildung läuft, Sprache sitzt ganz gut, Wohnung in Hechingen ist vorhanden: der Syrer Hussain Salan ist in Deutschland angekommen. Aber der deutsche Staat will ihn nicht.
Ein CDU-Netzwerk war bei Karrieren in Baden-Württembergs Polizei behilflich, Innenminister Thomas Strobl (CDU) steht in keinem guten Licht da. Gut drei Jahre lang hat ein Untersuchungsausschuss im Landtag Beförderungspraktiken und Seilschaften überprüft. Die FDP-Abgeordnete Julia Goll zieht ein ernüchterndes Fazit.
Bosch hat einmal viel Wert auf soziale Verantwortung gelegt. Nun aber werden Standorte ohne Not dichtgemacht, Arbeitsplätze gestrichen. Die neue Boschwelt prägen Manager, die mit der alten nichts zu tun haben wollen. Und die sich praktischerweise selbst kontrollieren.
Sie wollen das System sprengen: Engagierte Bildungsexpert:innen fordern eine völlig veränderte, kindgerechte Lernkultur in Baden-Württemberg. Eine Petition soll der Politik zur Landtagswahl 2026 Druck machen.
Seit Jahrzehnten schwören völkische Sippen Kinder und Jugendliche auf ein kämpferisches Leben ein: um das Blut einer deutschen „Volksgemeinschaft“ reinzuhalten. Das Netzwerk agiert meist im Hintergrund – doch Recherchen legen enge Verbindungen zur AfD offen.
Kontext hat Beamt:innen aus dem Südwesten mit einer AfD-Mitgliedschaft recherchiert. Polizisten sind besonders stark vertreten. Das wirft die Frage auf: Können Menschen der freiheitlich demokratischen Grundordnung und gleichzeitig einer rechtsextremen Partei dienen?
CDU-Fraktionschef Manuel Hagel hat mit einem jahrzehntealten guten Brauch gebrochen: Bei wichtigen Themen in Plenardebatten des Landtags gehen die Vorsitzenden in die Bütt. Hagel hingegen hält sich raus. Das ist schlecht fürs Profil und für die Bekanntheit.
Baden-Württemberg sucht nach europäischen Partnern, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagt, „die unsere Werte teilen“. Konkret in der Wehr- und Sicherheitstechnik. Bei der letzten Auslandsreise des grünen MP verschwimmen die Grenzen zwischen Krieg und Frieden.
Die Stuttgarter CDU-Politikerin Susanne Wetterich, 69, streicht einen Teil ihrer Biographie: ihre kommunistische Vergangenheit. Wer sie namentlich erwähnt, dem droht eine Klage. Gegen Kontext ist die Landesvorsitzende der Frauen-Union am vergangenen Donnerstag vor Gericht gezogen.
Der gebürtige Syrer Faris H. lebt seit über zehn Jahren in Deutschland. Hier will er bleiben, sein Ziel ist die deutsche Staatsbürgerschaft und ein sicherer Arbeitsplatz. Dafür muss er sich durch die Behördenbürokratie kämpfen.
In Ulm, der Stadt der Rüstungsindustrie, laufen gerade die Friedenswochen. Der Einbruch in die dort ansässige israelische Rüstungsfirma Elbit gehörte nicht zum Programm, sorgt aber für Schlagzeilen. Es ist sogar von Terror die Rede.
Das deutsche Lieferkettengesetz ist endgültig ein Torso. Auch die entsprechende Richtlinie der EU soll bis zur Unkenntlichkeit ausgehöhlt werden – damit heimische Hersteller immer weiter von Frauenausbeutung profitieren können, von Kinderarbeit und Sklaverei.
Die neu entflammte Debatte über das Verbrenner-Aus in der EU lässt auch die Grünen wackeln. Es sei „nicht entscheidend“, ob das Verbot „ein Jahr früher oder später“ komme, findet der grüne Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, Cem Özdemir. Die Chefin der grünen Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, stimmt ihm am Sonntag erst ausdrücklich zu – und rudert am Montag zurück: Nun soll es doch unbedingt bei dem Verbot ab 2035 bleiben3
Nach einer Hausbesetzung kam die Wilhelm-Raabe-Straße 4 in Stuttgart-Heslach in die Schlagzeilen. Sieben Jahre nach der Räumung stehen die Wohnungen immer noch leer – angeblich, weil die ganze Zeit saniert wird, wie die Eigentümerfamilie aus London sagt. Die Stadtverwaltung hat lange zugesehen und macht jetzt ernst.
Wer kein Asyl hat in Deutschland, darf laut Beschluss der neuen Bundesregierung für zwei Jahre keine Angehörigen nachholen. Ausgenommen sind Härtefälle – davon gibt es in Baden-Württemberg einige mit sehr speziellem, weil jesidischem Hintergrund. Die Grünen sind aufnahmebereit, die CDU verrät ihre eigenen Grundsätze und bricht den Koalitionsvertrag.