Professionell arbeite sie mit CSU-Innenminister zusammen, sagt die SPD-Politikerin. Sie übt Kritik an Dobrindt, verteidigt aber die Kompromisse der Koalition
Dennis Cerimi wurde rechtswidrig abgeschoben und dadurch fünf Jahre von seiner Familie getrennt. Zurück in Deutschland zeigt sich die Stadt Waiblingen entschlossen, ihn erneut loszuwerden. Die absurde Begründung konnte das Verwaltungsgericht Stuttgart überzeugen.
Yaser Aldebsh fertigte in Aleppo Schuhe nach italienischer Tradition. Nachdem Familienangehörige in syrischen Foltergefängnissen starben und er zum Kriegsdienst gezwungen werden sollte, floh er. Heute arbeitet Aldebsh als Busfahrer in Ravensburg.
Das Land Baden-Württemberg investiert Millionen, um Fachkräfte und Studierende aus dem Ausland anzuwerben. Doch die nicht funktionierende Stuttgarter Ausländerbehörde macht die Stadt unattraktiv. Viele Eingewanderte überlegen, wegzuziehen.
Seit 30 Jahren lebt Robert A. in Sachsen. Die Ausländerbehörde bestimmt sein Leben. Nun könnte er einen Aufenthaltstitel bekommen – oder abgeschoben werden.
Denis Cerimi soll nach Serbien abgeschoben werden. Dabei wird seinen fünf minderjährigen Kindern – vier davon deutsche Staatsbürgerinnen – das Recht verwehrt, mit ihrem Vater zusammenzuleben. Für die Behörden steht der Abschiebewille über dem Recht der Kinder.
Nachdem sie auf dem Skandal-Video aus Sylt zu sehen waren, wie sie rassistische Texte grölten, haben mehrere Beteiligte ihren Job verloren, ihre Fotos wurden von Medien veröffentlicht. Muss das sein?
Die Länder und der Bund haben sich im Streit über Migrationspolitik geeinigt. Ihre Beschlüsse sollen vor allem Kosten sparen und Flüchtende abschrecken.
VonDinah Riese, Cem-Odos Gueler, Anna Lehmann, Jasmin KalarickalundSabine am Orde
Gide Goitom ist als Kind und alleine aus Eritrea geflohen. Nach über sieben Jahren Aufenthalt in Deutschland hater endlich einen Reisepass für Ausländer erhalten undkann seine Eltern wiedersehen. Obwohl er längst sein eigenes Geld verdient, war der Kampf mit der Bürokratie eine Durchhalteprobe.
Daniel Ebosele aus Nigeria betreut pflegebedürftige Menschen in Stuttgart, spielt Fußball im Verein und hat viele Freunde. Trotzdem hat er kein Aufenthaltsrecht. Jetzt muss die Landesregierung beweisen, ob sie es ernst meint mit ihrer Ankündigung, die Hürden fürs Bleiberecht zu beseitigen.
Es war ein Sterben mit Ansage und im Wissen aller beteiligten Behörden: Vor knapp einem halben Jahr ist der herzkranke Sali Krasniqi mit seiner Frau aus dem Kreis Biberach in den Kosovo abgeschoben worden. Nach knapp 29 Jahren in Deutschland. Jetzt ist er tot.