■ Das politische Tauwetter sorgt auch bei den Konzernherren für erste Überlegungen zur Rüstungskonversion / Konsequenzen noch unklar, Dasa-Chef fordert „runden Tisch“
Die „Künstliche Intelligenz“ krankt an künstlich hochgeschraubten Erwartungen über ihre Anwendbarkeit im wirklichen Leben / Auch ein Fachkongreß zur Münchner Messe „Systems 89“ Mitte Oktober hat das Scheitern von „Expertensystemen“ an den eigenen Ansprüchen hinreichend deutlich gemacht ■ Von Martin Fischer
RGW-Wissenschaftler auf Malenter Symposium sehr gespalten über Zukunft der Planwirtschaft / Reform des Ostblockhandels jedoch grundsätzlich unumstritten ■ Aus Malente Ulli Kulke
■ taz-Gespräch mit dem brasilianischen Ökonom und Autor des Buches „Die deutsche Nuklear-Expansion“, Cesare Giuseppe Galvan, über den deutsch- brasilianischen Atomvertrag / 15 Jahre nach dem Abkommen erweist sich der Vertrag für Brasilien als finanzielle und volkswirtschaftliche Katastrophe
Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Agentur / Angst vor Treibhauseffekt soll Akzeptanz der Atomenergie fördern / Tschernobyl als Forschungszentrum / Kontroverse über Israel und Südafrika ■ Aus Wien Thomas Scheuer
Für neues Friedensforschungsinstitut stellt Schleswig-Holstein 100.000 Mark bereit / Schwerpunkte sind Rüstungskonversion und alternative Produktion / Bei nur fünfprozentiger Militarreduzierung wären bundesweit 40.000 Menschen ohne Arbeit / „Wachstumsbranche Umwelttechnik“ als Auffangbecken für Beschäftigungslose ■ Von Klaus Balzer
In einem der Hochtechnologiezentren der Bundesrepublik, im bayerischen Ottobrunn, stehen die Wissenschafts-Cracks vor der Trinkwasserverseuchung wie der Ochs vorm Berg / Die Bürger halten still und vertrauen auf Maßnahmen von oben / Besonders Argwöhnische können jetzt Wasser aus München abzapfen ■ Von Volker Janssen
Erstmals organisierten Frauen aus einem Entwicklungsland einen kritischen Kongreß zur Fortpflanzungsmedizin und Verhütungsmethoden, Gentechnik und Bevölkerungspolitik / Feministinnen, vor allem aus den asiatischen Ländern trafen sich in Bangladesch ■ Von Paula Bradish
■ In Japan erhielt die Abtreibungsgesetzgebung nach dem 2. Weltkrieg einen stark eugenischen Einschlag / Frauengruppen wehrten sich erfolgreich gegen weitere Verschärfungen / Kritik an der Verbindung von Eugenik und moderner Fortpflanzungstechnik
Autoboom und Massentierhaltung haben die Niederlande total verdreckt / Jetzt ist sogar die Regierung des Christdemokraten Lubbers bei dem Versuch gestürzt, ein teures Umweltschutzprogramm durchzusetzen / Ökologie ist seit Jahren ein Lieblingsthema der Niederländer, jetzt ist es zum Wahlkampfthema auch für die Europawahlen geworden ■ Von Henk Raijer
■ In Estland, Lettland, Litauen entstanden in kurzer Zeit politische Bewegungen und ein neues Selbstbewußtsein / Medienvielfalt, Demonstrationen, eine Revision der sowjetischen Geschichtsschreibung und die Abwahl von Funktionären sind erste Ergebnisse
Die estnischen Grünen hoffen auf ein Mehrparteiensystem, sagt ihr führendes Mitglied Rein Batas Die jetzige Bewegung mobilisiert gegen AKWs, Autobahnen und andere Umweltzerstörungen ■ I N T E R V I E W