Queen und Kolonialismus Wessen Heldin? Die Rolle der Queen im kolonialen Schreckensregime zu thematisieren ist nicht pietätlos. Der richtige Zeitpunkt dafür ist gerade jetzt gekommen. Von Mohamed Amjahid 13.9.2022
Großbritanniens neues Kabinett Neue Köpfe für alte Probleme Premierministerin Liz Truss hat mit Vertrauten die diverseste Regierung der Geschichte gebildet. Mit Labour gibt es gleich Streit. Von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski 7.9.2022
Dekoloniale Erinnerungskultur in Berlin Den Kolonialismus verspotten Das Dekoloniale-Festival eröffnet mit einer „Revue Noire“. Darin geht es um den Bruch mit kolonialen Klischees und das eigene Begehren. Von Susanne Messmer 1.9.2022
Frauenrechte im Nahen Osten Ein bisschen Wind im Haar … Ist die Forderung nach Frauenrechten im Nahen Osten westlich-imperialistisch? „Antikoloniale“ Thesen münden oft in paternalistische Entlastungsdiskurse. Von Petra Klug 20.8.2022
Debatte um Sammlung Beier in Bayreuth Die Schätze afrikanischer Patienten Die Bayreuther Uni verfügt über Kunstwerke, die unter Anleitung des Reformers Ulli Beier in einer Psychiatrie in Nigeria entstanden. Wem gehören sie? Von Fabian Lehmann 23.8.2022
Literaturwissenschaftlerin über Denken „Jenseits der Disziplin“ An den Universitäten dominieren derzeit identitätspolitische Debatten statt freies Denken, sagt die Literaturwissenschaftlerin Sigrid Weigel. Interview von Doris Akrap 7.8.2022
Postkolonialismus-Forschung in Bremen Forum gegen strukturellen Rassismus Ambitioniertes Projekt mit wenig Geld: ForscherInnengruppe betreibt das Institut für Postkolonialismus und transkulturelle Studien der Uni Bremen. Von Nora Diekmann 1.8.2022
Kolonialismus als Spielfilm-Thema Geklaut aus Afrika Zu sehen in Hamburg: In seinem Spielfilm „Invasion 1897“ erzählt Lancelot Oduwa Imasuen, wie das Königreich Benin durch die Briten zerstört wurde. Von Wilfried Hippen 26.7.2022
Kontroverse um die Documenta15 Anklagepunkt „BDS-Nähe“ Kommentar von Georg Diez Die „FAZ“ und Springer unterstellen der Journalistin Dische-Becker eine Nähe zu Antisemiten. Worin ihre Schuld genau bestehen soll, erklären sie nicht. 20.7.2022
Nach Antisemitismus-Vorfall bei Documenta Generaldirektorin tritt zurück Auf der Kunstschau war ein antisemitisches Werk gezeigt worden. Die Aufarbeitung ging schleppend. Nun gibt es personelle Konsequenzen: Sabine Schormann geht. 16.7.2022
Bundestagsausschuss tagt zu Documenta Kassels OB meidet Berlin Ein Bundestagsausschuss beschäftigte sich mit Antisemitismus auf der Documenta. Generaldirektorin und Aufsichtsrat schicken Kurator alleine vor. Von Andreas Fanizadeh 7.7.2022
„Die Woken“ als vermeintliche Gruppe Ich spiele dieses Spiel nicht mehr Kolumne Poetical Correctness von Lin Hierse Wenn abfällig über „die Postkolonialen“ oder „die Woken“ geredet wird, fühlt sich unsere Kolumnistin mitgemeint. Obwohl sie kein Gruppenmitglied ist. 5.7.2022
Adorno-Verlesungen von Linda M. Alcoff Die Krise weißer Identität Linda M. Alcoff bestritt die Frankfurter Adorno-Vorlesungen. Im Raum stand die Vermutung, sie sympathisiere mit einem Israel-Boykott. Von Rudolf Walther 4.7.2022
Rückgabe von Kunstobjekten an Nigeria Schloss damit! Kommentar von Susanne Messmer Deutschland hat sich per Vertrag zur Rückgabe kolonialer Raubkunst an Nigeria verpflichtet. Auch Berlins Prestigemuseum Humboldt Forum bewegt sich. 2.7.2022
Interview mit Schriftsteller Najem Wali Gabbai wollte nie nach Israel Ein neues Gesetz in Irak will Kontakte mit Israelis verbieten. Sogar die Todesstrafe droht. Autor Najem Wali reiste dennoch gerade nach Israel. Interview von Judith Poppe 3.7.2022
Antisemitismus-Skandal auf der documenta Podium mit Leerstellen Auf keinen Fall konkret werden: Bei der ersten Podiumsdiskussion zum Skandal in Kassel äußerten sich die Verantwortlichen der Kunstschau weiter nicht. Von Andreas Fanizadeh 30.6.2022
Antisemitismus auf der documenta fifteen Größenwahn und Niedertracht Die documenta fifteen ist Produkt einer ahistorischen und folkloristischen Kunstauffassung. Aber auch Ausdruck institutioneller Überheblichkeit. Von Andreas Fanizadeh 25.6.2022
Antisemitismus auf der Documenta Waterloo der Postkolonialen Kommentar von Andreas Fanizadeh Kulturfunktionäre aus aller Welt begleiteten den Entstehungsprozess der Documenta. Kaum zu fassen, wie der offene Antisemitismus durchgehen konnte. 21.6.2022
Antisemitismus auf documenta 15 in Kassel Werk von Taring Padi verhüllt Nach heftiger Kritik werden Teile des Werks „People's Justice“ abgedeckt. Das Künstlerkollektiv „Taring Padi“ entschuldigt sich für „entstandene Verletzungen“. Von 21.6.2022
Eröffnung der documenta15 in Kassel Die Grenzen des Aktivismus Die documenta mobilisiert ländliche Traditionen gegen modernere Kunstpraktiken. Das ist nicht immer gut für die Kunst. Und auch nicht für die Politik. Von Sophie Jung 18.6.2022