Morddrohungen und Hassbotschaften in den sozialen Netzwerken sind für Jürgen Resch Alltag geworden. Doch der Mann, der seit 35 Jahren Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe ist, hat sich davon noch nie einschüchtern lassen. Vor wenigen Tagen sprach er bei „Ökozid“ im Stuttgarter Staatstheater.
Die EnBW will bis 2035 klimaneutral werden. Schon in den kommenden Jahren sollen die CO₂-Emissionen um die Hälfte sinken. Das klingt gut. Bis heute aber gilt: Die Kohle ist ihr wichtigster Brennstoff, die Wette auf Wasserstoff ist riskant. Der Mannheimer Energieversorger MVV ist da weiter.
Seit fünf Jahren arbeitet die Freiburger Frauenrechtsorganisation Amica mit traumatisierten Frauen im Donbas. Ein Gespräch mit Britta Wasserloos, Projektleiterin Ukraine, über die schwierige Nothilfe in Kriegszeiten und das Ziel einer geschlechtergerechten und friedlichen Welt.
Der russische Umweltaktivist Wladimir Sliwjak erhält den Alternativen Nobelpreis. Im taz-Interview spricht er über seine Arbeit, Putin und die deutsch-russischen Geschäfte mit Kohle, Gas und Atommüll3 Die Militanz-Frage: Die neue Debatte über eine „grüne RAF“ in Deutschland9
Im Namen Lukaschenkos: Elf Jahre Haft für die Regimekritikerin Maria Kolesnikowa und zehn Jahre Haft für ihren Anwalt Maxim Snak. Laut Menschenrechts-NGO schon 687 politische Gefangene in Belarus8, 15
Es gab eine Zeit, in der Kabuler Studentinnen problemlos Miniröcke tragen konnten – die späten 1960er-Jahre. Der Einmarsch der Sowjetunion wie auch der des Westens haben zu keiner Verbesserung der Frauenrechte geführt, eher im Gegenteil. Doch unter der Taliban-Herrschaft hat die Bedrohung eine ganz neue Qualität erreicht.
Der deutschen Banken- und Finanzaufsicht glückt ein kaum für möglich gehaltenes Kunststück. Sie hat noch mehr Skandale zu verantworten als der Verfassungsschutz. Statt kriminelle Machenschaften aufzudecken, steht sie bei Raubzügen Schmiere.
Nur 155 Beschwerden in fünf Jahren, landesweit. Das beweist laut Innenministerium, dass es keine Diskriminierung durch Polizeibeamte in Baden-Württemberg gibt. Vier Fünftel der Fälle ziert zudem der Zusatz „Verdacht nicht bestätigt“. Doch die Aussagekraft dieser Zahlen ist mehr als zweifelhaft.↓
Gibt es Alternativen zum Anlegen von Rettungsschiffen in den Häfen von Lampedusa und Malta? Nein – denn Libyen ist und bleibt kein sicherer Drittstaat.
Während die Keks-Erbin ihre Lust am Luxus zelebriert („Ich will mir ’ne Segel-Yacht kaufen“) und über gut behandelte Zwangsarbeiter schwadroniert, wird auf Malta der Kapitän eines Flüchtlingsrettungsschiffs verurteilt. Im Juni wollen Yachtbesitzer gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung auf dem Mittelmeer demonstrieren 9, 14
Fast eine Million Minen sind in der Türkei noch aktiv. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Unfällen. Doch die Türkei hinkt bei der Räumung hinterher