Wegen versuchten Mordes an einem Gerichtsvollzieher muss sich ein gebürtiger Spanier vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte zögerte jahrelang Mietzahlungen hinaus und sah bei Wohnungsräumung rot „wie ein Stier“. Laut Berufsvertretung nimmt Aggressivität gegen Beamte zu
41 Tage lang nur durch einen Bretterverschlag von der Toilette getrennt: Nun sprach das Landgericht Osnabrück einem früheren Untersuchungshäftling 1.200 Euro Schmerzensgeld zu. Nicht der erste derartige Fall in Niedersachsen
Das Oberverwaltungsgericht verhandelt heute, ob der Senat den Flughafen Tempelhof im Oktober 2007 dichtmachen darf. Airlines haben gegen die Schließung geklagt. Die heftige Debatte über den Innenstadt-Airport wird das Urteil nicht beenden
Mehr als vier Jahre ist es her, dass der türkische Menschenrechtler und Sozialarbeiter Abdulkadir Akbaba in Bremen erschossen wurde. Die Hinterbliebenen warten – trotz Anklage – noch immer auf einen Prozess gegen die Beschuldigten
Weil er beim Protest gegen einen NPD-Aufmarsch Gegenstände auf Polizisten geworfen haben soll, sitzt ein niederländischer Antifaschist in Hamburg in Untersuchungshaft – seit zwei Wochen. Dabei droht ihm wohl nur eine Bewährungsstrafe
Erneut ist ein Häftling ausgebüxt. CDU und FDP eilen lärmend hinterher und fordern den Rücktritt der SPD-Justizsenatorin. Dabei entkamen die meisten Gefangenen unter ihrem CDU-Vorgänger
Der Verein Freiabonnements für Gefangene und die taz veranstalten die Reihe „Kriminalpolitische Gespräche“. Auftakt: Ist der Strafvollzug noch Thema für die Linke?
Wegen eines zweifelhaften Nazi-Vergleichs wurde ein Rechtsanwalt gestern vom Amtsgericht Bremen zu 3.000 Euro Strafe verurteilt. Der Anwalt sieht seine Ehre verletzt und wirft der Justiz „unkontrollierte Zensur“ vor
Kirchen und Flüchtlingsinitiativen haben den Abschiebeknast Grünau unter die Lupe genommen. Personal ist schlecht ausgebildet, Häftlinge sitzen länger ein und Räume werden schlecht genutzt
Die Bremer Staatsanwaltschaft will einen Polizeiarzt vor Gericht bringen. Er hatte einem afrikanischen Kleindealer so lange Brechmittel und Wasser eingeflößt, bis er daran erstickte. Wäre er weiß gewesen, hätte er gerettet werden können
Seit Jahren umstritten, manchmal mit Todesfolge: Der Brechmitteleinsatz gegen mutmaßliche Dealer führte in Hamburg und Bremen zu tödlichen „Zwischenfällen“. Seitdem müssen Verdächtige den Brechsaft „freiwillig“ schlucken