Véronique Olmi schreibt ordentliche Geschichten mit komplexen Figuren. In Frankreich auf allen renommierten Bühnen präsent, ist mit der Essener Uraufführung „Die Umarmung des Skorpions“ erstmals eines ihrer Dramen in Deutschland zu sehen ■ Von Morten Kantsteiner
■ In jeder Bewegung steckt der Versuch, mit einer anderen Materie in Kontakt zu kommen: Ein Gespräch mit der amerikanischen Choreographin Meg Stuart über Körpersprachen, Cyborgs und ihr neues Stück „appetite“
Parallel zum großangelegten „Theater der Welt“-Treffen wurde im Berliner Haus der Kulturen der Welt über „Die Bühne der anderen“ diskutiert ■ Von Eva Behrendt
Zwischen Rotem Platz und Papirossy: Zum 200. Geburtstag des russischen Dichters Alexander Puschkin liest ganz Moskau aus dem „Eugen Onegin“ ■ Von Katja Hübner
■ „Fisch um Fisch“: Roland Schimmelpfennigs neues Stück ist eine Elegie auf die Abwesenheit. Die Uraufführung in Mainz inszenierte er selbst – als großen Stillstand
Mit dem szenischen Projekt „Eins ist Noth oder was tun wir heute“ erkundet der Regisseur Manfred Weiß in Mannheim soziale Selektion durch Arbeitslosigkeit. Das Stück zeigt, wie wenig psychologische Schulung gegen Existenzangst ausrichten kann ■ Von Jürgen Berger
Unseren täglichen Skandal gib uns heute: Hans Kresnik inszeniert an der Wiener Burg „Wiener Blut“. Österreich einmal mehr als kunterbunte Real-Operette – kein Tabubruch, aber immerhin ein Spaß ■ Von Cornelia Niedermeier
Und weiter in dem Theater. Christoph hat verstanden, und das Volk darf sich den Sinn selbst wählen. Schlingensiefs „Berliner Republik“ in der Berliner Volksbühne ■ Von Eva Behrendt
Familientag für Bedenkenträger: In Cottbus versucht man sich mit „Zonenrand-Ermutigung“ einmal im Jahr an einem kruden Stückemarathon über fünf Stunden ■ Von Nikolaus Merck
Fliegen lernen – Fallen üben: Das Stuttgarter Theater Rampe versteht sich als erstes deutsches Autorentheater und schwärmt vom schwäbischen Publikum. Ein Porträt ■ Von Sabine Leucht
Während alle Welt wieder an die Erzählung glaubt, beharrt Marthaler auf der Nichterzählbarkeit entwurzelter Existenzen. „Spezialisten“ am Hamburger Schauspielhaus ■ Von Petra Kohse
Erst mit der „geistig-moralischen Wende“ stieg Günter Strack im deutschen Fernsehen auf. Gestern erlag der Schauspieler den Folgen seines Herzinfarkts. Ein Nachruf ■ Von Klaudia Brunst
Der zukünftige Schaubühnenchef, Thomas Ostermeier, gab im Berliner DT sein Debüt im Großformatigen. Mit einem Märchen von Maeterlinck sollte die soziale Utopie auf die Bühne, ging dann aber doch eher unter ■ Von Petra Kohse