Gregor Gysi wirft Angela Merkel vor, sie verberge ihre Herkunft aus der DDR wie einen Makel. Um nicht als Ostdeutsche erkannt zu werden, mache die Kanzlerkandidatin auch keine Politik für den Osten
Auch nicht mehr das, was sie mal waren? Folge III: Die stöhnenden Unterstützer. Sie verfolgten das rot-grüne Treiben aus der Distanz. Gerne würden sie nun sehen, wie Schwarz-Gelb „den Arsch hinhält“ – müsste genau das nicht verhindert werden
Berlin hat eine Rudi-Dutschke-Straße. Wie finden Sie das? Außenminister Joschka Fischer: „Gute Entscheidung“. Springer-Sprecherin Edda Fels: „Es war ein demokratisches Verfahren“. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt: „Rudi Dutschke steht für Prinzipientreue in beiden Teilen Deutschlands“
Die Infoelite wird nicht müde, ihr Leid zu klagen: Überall herrsche geistige Leere. Albernes Geschwätz! Es ist nur schwieriger, sich öffentlich Gehör zu verschaffen. Auftakt zur Serie „Auch nicht mehr das, was sie mal waren?“ (1): die kritische Öffentlichkeit
Ab heute ist im Internet der „Wahl-O-Mat“ zur Bundestagswahl freigeschaltet. Das Programm testet die politische Einstellung des Nutzers und empfiehlt ihm dann, wen er wählen soll
Egal wie Karlsruhe heute über die Neuwahlen entscheidet: Der Grüne Werner Schulz hat mit seiner Klage gewonnen. Nur er hatte den Mut, Gerhard Schröders fingierte Vertrauensfrage zu kritisieren. Loblied auf einen Nonkonformisten
Angela Merkel rechtfertigt ihr Programm unerschütterlich mit einem Wert: „Ehrlichkeit“. Das Ziel ihres Manövers ist klar: der „unehrliche“ politische Gegner. Das Problem ist nur: Die Unions-Kanzlerkandidatin glaubt wirklich an ihre moralische Überlegenheit. Na, gnade Gott!
Political Studies (VII): Die politische Steuerung wirtschaftlicher Prozesse, das ist das große Projekt der Sozialdemokratie – entgegen dem ersten Anschein auch noch unter Schröder. Nur zeitigt des Projekt andere Folgen, als der Kanzler erwartet hatte
Die Union ist immer noch eine Partei für Lifestyle-Verlierer. Ein Sumpf von quakenden Nörglern. Daran vermag auch eine Kanzlerkandidatin Angela Merkel nichts ändern. Vor allem ihr fehlen die Visionen
Political Studies (IV): Gut möglich, dass sich die rot-grüne Community demnächst ins allgemeine Räsonnement und in die Diffusion zurückzieht – und so einen neuen Willen zur Politik entwickelt
Das konservative Lager fühlt sich schon lange vor den Neuwahlen als natürlicher Sieger. Nicht ohne Grund: Während die Linke aus Tradition ihre Leidenschaft in der Opposition auslebt, inszeniert sich die Rechte als selbstverständliche Regierungsmacht. Eine Lagertheorie
Die Absage an Marek Dutschke am vergangenen Wochenende ist der jüngste Beweis: Die Grünen sind endgültig zur graubärtigen Zombiepartei verkommen. Und die Rentnerdemokratie frisst ihre letzten Kinder. Eine Kampfansage
Seit Schröders Vertrauens-„Coup“ befindet sich Deutschland in einem demokratischen Vakuum. Daher wächst die Hoffnung auf den einen starken Souverän: Horst Köhler