Die Vertreter der Serben verlassen die Regierung und wollen einen Staat im Staat gründen – mit eigenem Parlament und eigener Regierung. Damit ist ein Kompromiss mit den Albanern kaum noch möglich
Kosovo Die Bildung einer tragfähigen Regierung in Prishtina ist schwierig. Tief sitzen die Feindschaften. Und zu verteilen haben die Parteien im Lande ohnehin nichts mehr
Frankreich Wieder einmal holt den Kosovo-Politiker Haradinaj die Vergangenheit ein. Wegen eines serbischen Haftbefehls hat ihn die französische Polizei festgenommen
Erstmals treffen sich die Präsidenten beider Staaten zu Gesprächen in Brüssel. Fortschritte gibt es keine. Belgrad lehnt Kosovos Unabhängigkeit weiter ab.
Im Kosovo demonstrierten Hunderte gegen Gespräche zwischen der Regierung Kosovos und Serbien. 22 Menschen wurden dabei verletzt, 26 Demonstranten verhaftet.
Die Wirtschaft in Serbien kriselt. Die Regierung ist unerfahren und will das Problem mit der Notenpresse regeln. Ob das funktioniert, ist äußerst zweifelhaft.
Amtsinhaber Tadic und sein nationalistischer Herausforderer Nikolic gehen in die Stichwahl. Der frühere Sprecher von Milosevic kann den Stimmenanteil seiner Partei verdoppeln.
Staatschef Boris Tadic legt sein Amt nieder und ebnet den Weg zu vorgezogenen Präsidentenwahlen. Er will wieder antreten. Kritiker werfen ihm unfaires Verhalten vor.
Serbische und kroatische Nationalisten wollen gemeinsame Institutionen Bosnien Herzegowinas auflösen. Erstmals ist von einer Auflösung des Staates die Rede.
Prishtina rügt den illegalen Aufenthalt zweier serbischer Unterhändler im Kosovo. Die internationale Schutztruppe KFOR räumt kleinere Straßensperren im Norden.
Zum wiederholten Mal gehen tausende Serben gegen ihre Regierung auf die Straße. Der Oppositionspolitiker Tomislav Nikolic will mit einem Hungerstreik Neuwahlen erzwingen.
Zehntausende gehen in Belgrad gegen Arbeitslosigkeit und Armut auf die Straße. Notfalls soll das Parlament belagert werden. Doch die EU ist nicht länger der Bösewicht.