Zentralrat der Juden und Iran Eine anmaßende Unterstellung Gastkommentar von Jonas Schnabel Darf sich der Präsident des Zentralrats der Juden über den Angriff auf Iran positiv äußern? Eine Replik auf einen taz-Kommentar. 8.3.2026
Zentralrat bejubelt Irankrieg Einfach mal die Klappe halten Kommentar von Susanne Knaul Der Zentralrat der Juden bejubelt den amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran. Seine Stellungnahme hätte er dem israelischen Botschafter überlassen sollen. 4.3.2026
Anschlagsrisiko nach Angriffen auf Iran Erhöhte Gefahr für Jüdinnen und Juden in Deutschland Die Polizei verstärkt den Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen. Der Verfassungsschutz sieht auch US-Standorte und Exil-Iraner*innen in Gefahr. Von Jean-Philipp Baeck 1.3.2026
Nahost-Konflikt Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht … Für unsere Autorin war Israel das gelobte Land, heute schämt sie sich für ihren Pass. Eine Geschichte von Entfremdung – und der Suche nach Verbündeten. Von Marina Klimchuk 15.2.2026
Ein Gespräch über Israel und Palästina „Menschenrechte sind unteilbar“ Kaum ein Thema löst so starke Gefühle aus. Zwei taz-Redakteur:innen, Matthias Kalle und Pauline Jäckels, versuchen, einander zuzuhören. Interview von Mitsuo Iwamoto 28.12.2025
Terror am Bondi-Beach Ein Anschlag, der jeden einzelnen Juden trifft Kolumne Grauzone von Erica Zingher Parolen wie „Globalize the Intifada“ sind nicht Auslöser konkreter Taten. Aber sie schaffen ein Klima, in dem Gewalt gegen Juden legitim erscheint. 20.12.2025
Antisemitischer Doppelmord in Erlangen „Es ist ein Armutszeugnis“ Vor 45 Jahren erschoss ein Neonazi den Rabbiner Shlomo Lewin und seine Frau Frida Poeschke. Die Bundesregierung beerdigt nun die Aufklärung. Von Konrad Litschko 18.12.2025
Ausstellung über Ossip Klarwein Der vergessene Architekt der Knesset Das Hamburger Barlach-Haus würdigt den Architekten Ossip Klarwein. Er floh 1933 aus Hamburg nach Palästina und baute den jungen Staat Israel mit auf. Von Hajo Schiff 18.12.2025
Staatsräson Ein deutscher Sonderweg in die neue Weltordnung? Intellektuelle kritisieren auf einem Symposium in Zürich die deutsche Staatsräson – und verabschieden die liberale Bundesrepublik. Von Stefan Reinecke und Pauline Jäckels 8.12.2025
Expertinnen zu Antisemitismus „Sorge um die Kinder, um sich selbst und um die Zukunft“ Friederike Lorenz-Sinai und Marina Chernivsky forschen zu jüdischem Leben in Deutschland seit dem 7. Oktober 2023. Die Bedrohung halte an, sagen sie. Interview von Frederik Eikmanns 4.12.2025
Auseinandersetzung mit Identität „Ich wurde in Deutschland erst wirklich jüdisch“ Yfaat Weiss leitet das Dubnow-Institut in Leipzig. Ein Gespräch über jüdische Existenz, historische Verantwortung – und die Schönheit von Geschichte. Interview von Jan Feddersen 2.12.2025
Hamas in Deutschland „Die nächste Eskalation ist eine Frage der Zeit“ Im Oktober flog eine Waffenübergabe mutmaßlicher Hamas-Operateure in Berlin auf. Expertin Kim Robin Stoller über Ziele und Strukturen in Europa. Interview von Frederik Eikmanns 23.11.2025
Deutsch-jüdisch-israelisches Erbe Das Jackett hängt am richtigen Platz Ein Museum in Haifa erinnert an die deutschsprachigen Einwanderer, die ab 1930 Palästina auf der Flucht vor den Nazis erreichten. Von Klaus Hillenbrand 15.11.2025
„Ich will in dieser Stadt ein Fenster haben“ In Deutschland stehen Juden und Nichtjuden historisch in einem Zustand dauerhafter Nichtverbindung, beobachtet die Psychologin Marina Chernivsky. Der 7. Oktober hat Vergangenheiten aufbrechen lassen und die zeitlichen wie die generationalen Grenzen durchlässiger gemacht, so schreibt sie in ihrem neuen Buch „Bruchzeiten“. Mit der taz spricht sie über diese Brüche, die Schatten der Vergangenheit und was sie sich frei fühlen lässt. Von Amelie Sittenauer Ausgabe vom 13.11.2025, Seite 18, kultur Download (PDF)
Rüstungslieferungen nach Israel „Die letzten Wahrer der deutschen Staatsräson“ Keine Rüstungsgüter mehr nach Israel? Für Teile der Union unvorstellbar. Dafür gibt es historische Gründe, sagt Politikwissenschaftler Daniel Marwecki. Interview von Sabine am Orde 17.8.2025
Holocaust-Überlebender über sein Leben „Auschwitz gibt dir einen Schlag mit dem Holzhammer“ Der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg spricht über die NS-Zeit und warum er sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben hat. Ein Besuch bei dem 100-Jährigen. Interview von Jens Uthoff 20.8.2025
Jüdischer Musiker über Synagogen „Die Frage ist nicht, wo bin ich, sondern wer bin ich?“ Es kostete Alex Jacobowitz Überwindung, nach Deutschland zu kommen. Jetzt hat der jüdische Musiker ein Buch über die Synagogenkultur hier vorgelegt. Interview von Thomas Gerlach 10.8.2025
Politik-Analyst über Mullah-Herrschaft „Irans Regime ist kein unantastbarer Riese“ Iran ist geschwächt, doch sein Geheimdienst plant weiterhin Anschläge, auch in Deutschland. Matthew Levitt erklärt, wie der Westen Druck machen kann. Interview von Marc Tawadrous 10.8.2025
Fußball in der NS-Zeit Bälle, Tore, Superjuden Eine Ausstellung in Rendsburg befasst sich mit jüdischen Spuren und Einflüssen im Fußball. Es geht ums Sichtbarmachen jüdischer Identitäten im Sport. Von Esther Geißlinger 4.8.2025
Jiddische Zeitungen nach 1945 „Mir zuchn Krojwim“ Zwischen 1945 und 1950 blühte ein spezielles Pressewesen im Land der Täter auf: 150 verschiedene Titel erschienen für ca 200.000 jüdische Überlebende. Von Jim Tobias 20.7.2025