Anschlagsrisiko nach Angriffen auf Iran Erhöhte Gefahr für Jüdinnen und Juden in Deutschland Die Polizei verstärkt den Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen. Der Verfassungsschutz sieht auch US-Standorte und Exil-Iraner*innen in Gefahr. Von Jean-Philipp Baeck 1.3.2026
„Jüdische Stimme“ verklagt Göttingen Kein Raum für israelkritischen Juden Die Stadt Göttingen zog die Zusage für einen Vortrag des Politologen Shir Hever zurück. Nun klagen die Veranstalter: die Stadt soll das Honorar zahlen. Von Reimar Paul 1.3.2026
die ortsbegehung Shoppen mit ein klein wenig Gedenken Das Mercado-Einkaufszentrum in Hamburg-Ottensen steht auf einem jüdischen Friedhof. Als Erinnerung daran gibt es nur eine eher unauffällige Gedenkwand am Treppenabsatz Von Petra Schellen Ausgabe vom 28.2.2026, Seite 46, stadtland Download (PDF)
Initiative für NS-Gedenken in Grunewald Ein kleines Haus für die Erinnerung Architekt Wolfgang Göschel will am S-Bahnhof Grunewald ein Haus zu einem Lernort neben der Gedenkstätte für die Deportation der Berliner Juden machen. Von Klaus Hillenbrand 23.2.2026
Zusammenleben in Israel Wo Frieden möglich scheint Im israelischen „Friedensdorf“ leben Juden und Palästinenser nah zusammen. In Tel Aviv kämpfen Aktivisten gegen Hass und Misstrauen. Kann ein Miteinander doch gelingen? Von Felix Wellisch 18.2.2026
Fotos von Deportationen Wie die Lörracher bei Deportationen gafften Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme Fragen stellen. Von Klaus Hillenbrand 16.2.2026
Nahost-Konflikt Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht … Für unsere Autorin war Israel das gelobte Land, heute schämt sie sich für ihren Pass. Eine Geschichte von Entfremdung – und der Suche nach Verbündeten. Von Marina Klimchuk 15.2.2026
„Fake Jews“ am DT in Berlin Nicht der Erste, nicht der Letzte Es ist eine knallharte Bestandsanalyse. Noam Brusilovsky geht am Deutschen Theater mit Humor dem Phänomen des eingebildeten Jüdischseins nach. Von Katja Kollmann 1.2.2026
Tempel in Jerusalem Die Zankfärse Laut Prophezeiung muss eine perfekte rote Kuh geopfert werden, ehe der dritte jüdische Tempel errichtet werden kann. Jetzt will man sie gefunden haben. Von Serena Bilanceri 29.1.2026
Sexualisierte Gewalt Ehemaliger Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin verurteilt Ein Berliner Gericht hat einen ehemaligen Rabbiner zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Ihm wird ein sexueller Übergriff vorgeworfen. Von Malene Gürgen und Maria Disman 27.1.2026
Holocaust-Überlebende Tova Friedman „Ich flehe Sie an: Wiederholen Sie nicht die Geschichte“ Tova Friedman hat Auschwitz überlebt. Heute klärt sie auf Tiktok über die Verbrechen der Nationalsozialisten auf. Am Mittwoch spricht sie im Bundestag. Von Jens Uthoff 27.1.2026
Gedenken in der Ukraine Blumen für Opa Seit 2009 werden in der Ukraine Stolpersteine für Holocaustopfer verlegt. Dezentrale Erinnerung ist auch für Gedenken in Putins Angriffskrieg wichtig. Von Peggy Lohse 27.1.2026
Holocaust in der Ukraine Die Erde voller Knochen Die Ukraine hat nach Polen die meisten Holocaust-Opfer zu beklagen. Noch heute ist das Land voller Massengräber. Gedenken ist auch deshalb mühsam. Von Klaus Hillenbrand 27.1.2026
Streit um Erinnerung in Salzwedel Wo die Familie Hirsch Mode verkaufte Das Haus, das in Salzwedel an prominenter Ecke steht, wird vielleicht doch nicht abgerissen. Seine jüdischen Bewohner wurden von den Nazis ermordet. Von Peter Nowak 27.1.2026
Ein Jeck über Gram und Frohsinn „Wir sind einfach Karnevalisten“ Die „Kölschen Kippa Köpp“ sind der erste jüdische Karnevalsverein nach 1945. Präsident Aaron Knappstein wird sich so stärker seines Jüdischseins bewusst. Interview von Petra Schellen 21.1.2026
Proteste in Iran Es braucht internationalen Druck Kommentar von Daniela Sepehri Wieder erheben sich die Menschen in Iran, das Regime reagiert mit Gewalt. Die diplomatische Reaktion von Kanzler Merz ist einfach nur lächerlich. 11.1.2026
Hoch hinaus zwischen Mosaiken und Weihwasserbecken Einst fanden hier Gottesdienste statt. Heute versuchen sich Anfänger:innen und Profis an bis zu 13 Meter hohen Wänden und stellen sich beim Klettern ihren Ängsten Von Bernd Müllender Ausgabe vom 10.1.2026, Seite 27, gesellschaft Download (PDF)
Israels Gründung mit humanitärem Ziel Nicht der Zionismus ist schuld Essay von Klaus Hillenbrand Die frühen Zionisten strebten einen liberalen Wohlfahrtsstaat ohne Diskriminierung an. Dass das nicht klappte, ist nicht der Ideologie zuzuschreiben. 10.1.2026
Vergangenheit der Nordwest-Zeitung Entnazifizierung verbockt Der Gründer der „Nordwest-Zeitung“, Fritz Bock, war Nationalsozialist. Die Zeitung aber stellt ihn bis heute ohne Belege als Judenretter dar. Von Aljoscha Hoepfner 28.12.2025
Ein Gespräch über Israel und Palästina „Menschenrechte sind unteilbar“ Kaum ein Thema löst so starke Gefühle aus. Zwei taz-Redakteur:innen, Matthias Kalle und Pauline Jäckels, versuchen, einander zuzuhören. Interview von Mitsuo Iwamoto 28.12.2025