SCHNELLLEBIGE ELEMENTE: PERIODENSYSTEM BEKOMMT ZUWACHS

In Darmstadt knallten gestern die Sektkorken, ausgelassene Wissenschaftler mit lustigen Hüten und Tröten tanzten eine Polonäse durch ihr Forschungslabor und durchfeierten die ganze Nacht. Was war geschehen? Mehr als 13 Jahre nach seiner Entdeckung in Darmstadt ist der Nachweis eines neuen Elementes im Periodensystem offiziell bestätigt worden. Die internationale Chemiker-Union Iupac (International Union of Pure and Applied Chemistry) habe den Leiter des Entdeckerteams darüber informiert, teilte das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt mit. Eine Bestätigung dauert deshalb so lange, weil dafür umfangreiche Gegentests notwendig sind. Das Element mit der Ordnungszahl 112 ist 277-mal so schwer wie Wasserstoff, das leichteste aller Atome. Die massereichen Elemente sind so schwer nachzuweisen, weil sie nur einen Bruchteil einer Tausendstelsekunde existieren und dann zerfallen. Und wer wollte da nicht freudig mitfeiern? Man begrüßt schließlich nicht alle Tage ein neues Element im Periodensystem. Herzlich willkommen, 112! Oh, schon zerfallen.